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Hessische Landesregierung knöpft sich K+S vor

HANDELSBLATT

Die neue hessische Landesregierung setzt den Düngemittelkonzern K+S unter Druck. Das Unternehmen, das seit Jahren salzige Abwässer in den Untergrund pumpt und in den Fluss Werra einleitet, müsse diese Praxis stoppen, heißt es im Koalitionsvertrag, den CDU und Grüne am Mittwoch in Wiesbaden vorstellten.

„Die Koalition verfolgt das Ziel, die Belastung des Grundwassers und des Oberflächenwassers im Naturraum Werra-Weser durch Salzabwässer dauerhaft zu beenden.” Die Landesregierung legt dem Dax -Konzern deshalb nahe, eine Pipeline zu bauen, mit der das Salzwasser direkt in die Oberweser oder in die Nordsee gepumpt werden könnte.

K+S prüft seit einiger Zeit den Bau einer solchen Pipeline, die Schätzungen zufolge rund 600 Millionen Euro kosten könnte. Der Konzern hat bereits diverse Genehmigungsverfahren angestoßen. Das Unternehmen aus Kassel hat jedoch noch nicht entschieden, ob es die Pipeline auch tatsächlich bauen will. K+S-Chef Norbert Steiner äußerte am Mittwoch Zweifel, ob die Versenkung oder Einleitung von Salzwasser in den Werra in naher Zukunft gestoppt werden kann. „Ob bereits in wenigen Jahren auf die derzeit bestehenden Entsorgungspfade vollständig verzichtet werden kann, ist aus Sicht des Unternehmens eher unwahrscheinlich.”

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