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Internationale Konjunkturdaten Wochenausblick

Bonn (www.aktiencheck.de) - In dieser Berichtswoche findet die monatliche Sitzung des EZB-Rates mit anschließender Pressekonferenz (Do., 07.03., 13:45 Uhr) statt, so die Analysten von Postbank Research.

Mit einer Änderung der Geldpolitik rechne man dabei allerdings nicht. Dies hätten auch Aussagen des Notenbankpräsidenten Draghi unterstrichen, der kürzlich in einer Rede habe durchblicken lassen, dass die EZB noch längere Zeit an der sehr expansiven Geldpolitik festhalten werde. Dabei komme den Währungshütern die jüngste Inflationsentwicklung zugute. Im Februar sei die Teuerungsrate im Euroraum erstmals seit Ende 2010 unter die 2%-Marke und damit in den von der EZB angepeilten Zielbereich gerutscht.

Auch die nach wie vor fragile wirtschaftliche Lage in der Eurozone mache einen geldpolitischen Kurswechsel derzeit sehr unwahrscheinlich. Dies sollten auch die auf der Sitzung vorgestellten hausinternen Prognosen für die Inflations- und BIP-Entwicklung in der Eurozone zeigen. Signifikante Änderungen erwarte man nicht. Die EZB dürfte weiterhin erst 2014 mit einer Rückkehr zu positiven BIP-Wachstumsraten rechnen, während sie die Inflationsrate sowohl 2013 als auch 2014 nach wie vor unterhalb der wichtigen 2%-Marke verorten sollte. Unter dem Strich würden die Analysten sowie der Markt auf absehbare Zeit keine Zinsänderung erwarten. Den Leitzins würden sie daher auf Jahressicht bei 0,75% sehen.

Die deutsche Industrie sollte in absehbarer Zeit die klare Stimmungsaufhellung in den Unternehmen nachzeichnen. Mit Blick auf die Auftragsentwicklung (Do., 07.03., 12 Uhr) im Januar erwarte man ein Plus von 0,5% gegenüber dem Vormonat. Damit wäre der Auftrieb etwas schwächer als im Vormonat. Der Grund hierfür seien die im Vormonat stark gestiegenen Auftragseingänge aus dem EWU-Ausland, die nun das Risiko eines negativen Rückpralls bergen würden. Die Vorjahresveränderungsrate dürfte aufgrund eines Basiseffektes derweil einen deutlichen Sprung machen und von -1,8% auf +1,3% zulegen. Für die Produktion (Fr., 08.03., 12 Uhr) erwarte man ebenfalls einen Zuwachs um 0,5% gegenüber dem Vormonat. Die prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat dürfte mit -1,1% weiterhin im negativen Bereich verharren.

In den USA stehe der Arbeitsmarktbericht (Fr., 08.03., 14:30 Uhr) im Fokus des Marktinteresses. In den vergangenen Monaten habe sich ein stabiler Anstieg der Beschäftigung etabliert. Dieser sollte im Februar seine Fortsetzung gefunden haben, worauf einige Beschäftigungskomponenten aus Unternehmensbefragungen hindeuten würden. Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hätten ihren Abwärtstrend fortgesetzt und zuletzt sogar unter dem Durchschnitt seit 1990 gelegen.

Die Analysten würden damit rechnen, dass die Beschäftigung außerhalb des Agrarsektors im Februar um 160.000 Personen gegenüber dem Vormonat gestiegen sei. Die Arbeitslosenquote sollte jedoch bei 7,9% stagniert haben, da im Februar wieder mehr Menschen aufgrund der verbesserten Konjunkturaussichten dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden. (01.03.2013/ac/a/m)

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