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Investoren glauben wieder an Slowenien

HANDELSBLATT

Anleihekäufe des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock sorgen für niedrigere Finanzierungskosten in Slowenien. Die Renditen der slowenischen Anleihen liegen inzwischen unter denen von Portugal, das 2011 ein Rettungspaket beantragte.

Ende September gab Blackrock den Erwerb slowenischer Bonds bekannt. Auch Bluebay Asset und die Landesbank Berlin haben Anleihen des Landes gekauft und setzen darauf, dass Slowenien kein Rettungspaket benötigt – und die Renditen weiter nach unten gehen werden. In den vergangenen vier Wochen boten slowenische Papiere die beste Performance unter den Industrieländern, die vom World Bond Index der Finanznachrichtenagentur Bloomberg abgebildet werden.

„Wir sind überzeugt, dass das Fundamental-Bild in Slowenien die aktuellen Renditeniveaus nicht wirklich rechtfertigt“, erklärte Russel Matthews, Fondsmanager bei Bluebay in London. „Sie bewegen sich in die richtige Richtung.“

Die Investoren verschaffen der slowenischen Ministerpräsidentin Alenka Bratusek mehr Zeit, die Probleme der verschuldeten Banken des Landes anzugehen und das Haushaltsdefizit einzudämmen. Am vergangenen Freitag hatte die Regierungschefin eine Vertrauensabstimmung im Parlament überstanden. Zudem wurden die Haushalte für die kommenden beiden Jahre angenommen. Das Defizit wird laut Einschätzung der EU-Kommission von 3,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2012 auf 7,1 Prozent im nächsten Jahr ansteigen. Stresstests für die Finanzbranche und eine bis Dezember fällige Prüfung der Bankbilanzen werden bestimmen, wie viel Geld die Regierung aufwenden muss.

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24.10.2014, 16:30, Nasdaq

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