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Italien besorgt sich frisches Geld zum Nulltarif

dpa-AFX

ROM (dpa-AFX) - Der Zinsdruck durch die neue Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB) wird immer stärker. Am Mittwoch konnte sich die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft Italien für ein Jahr faktisch zum Nulltarif refinanzieren. Wie die Schuldenagentur in Rom mitteilte, wurden Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit von zwölf Monaten zu einer Rendite von 0,079 Prozent versteigert. Der italienische Staat muss also so gut wie keine Zinsen an die Käufer der Papiere zahlen.

Bei der letzten vergleichbaren Auktion lag der Effektivzins noch bei 0,209 Prozent. Trotz Magerzinsen ließ das Interesse der Investoren kaum nach: Die Nachfrage lag am Vormittag 1,77-mal höher als das Angebot, nach einer Überzeichnung von 1,83 bei der letzten Versteigerung. Insgesamt nahm der Staat 6,5 Milliarden Euro ein, bei Geboten von 11,5 Milliarden Euro.

Die EZB hatte am Montag ihre im Januar angekündigten Wertpapierkäufe im Gesamtvolumen von gut einer Billion Euro gestartet. Seither sind die ohnehin geringen Marktzinsen weiter gesunken. Die Notenbank will Deflationsgefahren vorbeugen und die Wirtschaft im Euroraum anschieben. Kritiker halten der EZB vor, die Zinskosten für die Euroländer zu stark zu drücken und ihnen damit Reformanreize zu nehmen./bgf/jkr

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27.04.2015, 17:30, Mailand

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