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IWF erwartet stärkeres US-Wachstum

Börsen-Zeitung

Auch beim Internationalen Währungsfonds hat sich die Auffassung verfestigt, dass die US-Konjunktur immer besser ins Rollen kommt. Seine französische Chefin Christine Lagarde hat in einem Interview angekündigt, der IWF werde die Prognose für das Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten im Jahr 2014 nach oben korrigieren.

Börsen-Zeitung, 24.12.2013

scd New York - Die Aussichten für die US-Konjunktur bessern sich zusehends. Nachdem das Wirtschaftsministerium die Wachstumsrate für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um einen halben Prozentpunkt auf 4,1 % nach oben korrigiert hat, erkennt dies auch der Internationale Währungsfonds (IWF) an, der seinen Ausblick für die USA anheben will. "Wir sehen wesentlich mehr Sicherheit für 2014", sagte IWF-Chefin Christine Lagarde in einem Interview des US-Fernsehsenders NBC. Den gestiegenen Optimismus begründete die 57-jährige Französin mit der gesunkenen Arbeitslosenquote, dem Beginn der Drosselung der Fed-Anleihekäufe sowie der dann schnellen Einigung im langjährigen Haushaltsstreit.

Zuletzt hatte der IWF dem US-BIP im Oktober für 2014 ein Plus von 2,6 % in Aussicht gestellt - 1 Prozentpunkt mehr, als für 2013 erwartet wurde. Um wie viel diese Prognose nun angehoben wird, ließ Lagarde offen. Im November war die Arbeitslosenquote auf 7,0 % gefallen, nach 7,3 % im Vormonat. Die Quote werde weiter sinken, da das Vertrauen in ein stetiges Wirtschaftswachstum gestiegen sei, befand Lagarde.

Während der IWF die Entwicklung der Arbeitslosenquote weitgehend positiv sieht, gibt es allerdings eine Reihe prominenter US-Ökonomen, die sich deswegen weniger euphorisch zeigen. Sie verweisen auf die niedrigste Partizipationsrate am Arbeitsmarkt seit mehr als drei Jahrzehnten. J. P. Morgans US-Chefökonom Michael Feroli weist etwa in einer Untersuchung zur anstehenden Kürzung der Bezugsdauer von Arbeitslosenhilfe darauf hin, dass von Anfang Januar an 1,3 Millionen Amerikaner ihren Arbeitslosenhilfeanspruch verlieren. Dies werde die Partizipationsrate weiter senken, da die Aussage, einen Job zu suchen, dann keinen Vorteil durch die Gewährung von Arbeitslosenhilfe mehr bringt. In North Carolina, wo die Bezugsdauer für Arbeitslosenhilfe bereits im Juli reduziert wurde, sank die Partizipationsrate um 0,8 Prozentpunkte - mehr als doppelt so stark wie im Rest des Landes.

Neueste Konjunkturdaten fielen zudem bestenfalls gemischt aus. So steigerten die US-Haushalte ihre Ausgaben im November zwar um 0,5 % - so viel wie zuletzt fünf Monate zuvor. Die Sparquote ging allerdings zugleich auf 4,2 % zurück - den niedrigsten Wert seit Februar. So konnten die Ausgaben gesteigert werden, obwohl die Einkommen nur um magere 0,2 % zulegten. Ökonomen hatten im Schnitt mit 0,5 % gerechnet. Das schwache Einkommenswachstum dürfte auch der Hauptgrund dafür sein, dass die Preissteigerung bei Konsumgütern trotz des BIP-Wachstums weiter zurückgeht (siehe Grafik).

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