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Kabinett befasst sich mit Gröhes Antibiotikaresistenz-Strategie

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch (09.30 Uhr) die neue Antibiotika-Resistenzstrategie von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) beschließen. Diese soll den Einsatz von Antibiotika in der Medizin und in der Tierhaltung klar regeln. Zudem soll die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika, alternativer Therapiemethoden und Tests zur Schnelldiagnostik vorangetrieben werden.

Ursache für die zunehmenden Resistenzen von Erregern sind laut Gesetzentwurf der "unsachgemäße und übermäßige Gebrauch von Antibiotika sowie Hygienemängel in der Human- und Veterinärmedizin." Jährlich sterben mehrere tausend Menschen wegen dieser Antibiotika-Resistenz.

Im März hatte Gröhe einen Zehn-Punkte-Plan gegen gefährliche Krankenhauskeime vorgestellt, der die Meldepflichten für Kliniken bei besonders gefährlichen Keimen verschärfen soll. In Deutschland infizieren sich jährlich zwischen 400 000 und 600 000 Menschen im Zusammenhang mit einer stationären medizinischen Behandlung mit Krankheitserregern, 10 000 bis 15 000 sterben. Etwa ein Drittel dieser Infektionen ist durch geeignete Maßnahmen vermeidbar, wie es in dem Entwurf heißt.

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) unterstrich in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit klarer Regeln für den Einsatz von Antibiotika in Medizin und Tierhaltung. "Die Eindämmung von Antibiotikaresistenzen ist von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit von Mensch und Tier", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Im Veterinärbereich seien bereits wichtige Vorschriften erlassen worden. So würden seit 2011 die an Tierärzte abgegebenen Antibiotika-Mengen erfasst. "Aber hier dürfen wir nicht stehen bleiben. Unser Ziel muss es sein, den Einsatz von antibiotisch wirksamen Mitteln weiter zu begrenzen."/rm/DP/zb

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