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Kampf um die 200 Tage-Linie

Im Vorfeld der Handelseröffnung in den USA ringt der DAX auf einmal um seine 200 Tage-Linie. Während der Index noch am Mittwochmittag mit 8.285 Punkten keine 300 Punkte von den bisherigen Verlaufsrekorden notierte, findet sich das deutsche Aktienbarometer drei Handelstage später 600 Punkte tiefer an einer mittelfristig entscheidenden Unterstützung wieder.

Dabei konnte ein gut ausgefallener ifo-Index nicht im Mindesten als Stütze dienen, denn die Furcht der Akteure fand am Montagmorgen eine neue Basis. Stark abrutschende Aktienmärkte in China spiegeln die dortige Angst vor einer Kreditklemme wieder, die auf eine rigide Haltung der chinesischen Notenbank gegenüber der bisher höchst laxen Kreditpolitik vieler chinesischer Banken zurückzuführen ist. Wenngleich kaum zu erwarten ist, dass es die dortige Notenbank zum Äußersten kommen lässt, ist doch die Angst vor den möglichen Konsequenzen, die letzten Endes die gesamte Weltwirtschaft betreffen würden, in dieser emotional aufgeheizten Stimmung nicht zu bändigen. Aber wird diese 200 Tage-Linie wirklich brechen?

Auszuschließen ist an der Börse nichts - auch nicht eine erneute Verlängerung dieser heftigen Verkaufswelle durch den Bruch dieser aktuell bei 7.687 Punkten verlaufenden Linie, die insbesondere für mittel- und längerfristig orientierte Anleger die Scheidemarke zwischen Auf- und Abwärtstrend darstellt. Sollte sie auf Schlusskursbasis signifikant unterboten sein, wäre eine unmittelbare Fortsetzung des Kursabstiegs in den Unterstützungsbereich 7.537/7.565 aus dem Februar bzw. an die bisherigen Jahrestiefs vom April bei 7.418 Punkten durchaus denkbar. Aber ein nunmehr in die überverkaufte Zone eingetauchter RSI und die Erfahrung, dass der 200 Tage-Durchschnitt eher selten im ersten Anlauf gebrochen wird, sollte die Bären noch nicht zu siegesgewiss werden lassen.

Sollte dieser Gleitende Durchschnitt tatsächlich mit Schlusskursen unter 7.670 Punkten hinreichend deutlich unterboten werden, sollten Short investierte Anleger ihre Position zwar ob der immensen Vehemenz des Kurseinbruchs nicht ausbauen, die Gewinnsicherung aber umgehend auf 7.900 Punkte nachziehen. Denn wenn es dann zu einer Gegenreaktion nach oben käme, würde diese sich wahrscheinlich unterhalb dieses Niveaus erschöpfen. Falls die 200 Tage-Linie indes hält, dürfte das die Basis für eine Gegenbewegung nach oben sein. Dann bleibt es bei unserem bisherigen Rat, mit einem Stoppkurs von 8.010 Punkten (immer auf Schlusskursbasis) auf eine Gegenreaktion zum Ausbau der Short-Position zu setzen, deren Zielzone der Bereich um 7.950/7.990 Punkte wäre. Für bullishe Anleger wäre hier erst wieder etwas zu holen, wenn der DAX die Abwärtstendenz mit Schlusskursen oberhalb der aktuell auf 8.182 Punkte nach unten gelaufenen 20 Tage-Linie tatsächlich brechen könnte. Käufe auf Verdacht des Haltens der 200 Tage-Linie hingegen sind und bleiben ein Griff in ein fallendes Messer und sollten nur risikofreudigen Daytradern vorbehalten sein.

DAX (Tageschart in Punkten):

Widerstände:7.872 / 7.975 / 8.074 / 8.151 / 8.182 / 8.262 / 8.395 / 8.407 / 8.558  Unterstützungen:7.687 / 7.565 / 7.537 / 7.418

DAX

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23.04.2014, 10:05, außerbörslich

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