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Krim-Krise bedroht russische Wirtschaft

HANDELSBLATT

Russlands Präsident Wladimir Putin geht in der Krim-Krise ökonomisch voll auf Risiko. Der Absturz der Moskauer Börse um über zehn Prozent am Montag hat gezeigt: Die Investoren sitzen wegen der Kriegsgefahr auf gepackten Koffern. Dabei ist die russische Wirtschaft stark abhängig von den westlichen Milliarden.

Der Russland-Experte von Hermes Funds Managers, Gary Greenberg, schätzt, dass 70 Prozent der gehandelten russischen Aktien in ausländischer Hand sind. Hinzu kommt die Gefahr eines erneuten Rubel-Absturzes. Aus Sicht von Ökonomen ist bereits jetzt absehbar, dass die russische Wirtschaft wegen Putins Polit-Poker in die Rezession rutscht.

Denn wirtschaftlich stand Russland schon vor der Krise keineswegs blendend da. Gerade einmal um 1,3 Prozent war die Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Von Traumraten wie nach der Jahrtausendwende von im Schnitt sieben Prozent im Jahr ist das noch immer stark von Energieexporten abhängige Land weit entfernt. Russland benötigt westliches Kapital, um seine Wirtschaft zu differenzieren und global wettbewerbsfähig zu machen. „Russland braucht Investitionen aus dem Ausland und muss sicherstellen, dass russisches Geld im Land bleibt“, sagt Chris Weafer von der Beratungsgesellschaft Macro-Advisory.

Kurs zu HERMES INTL Aktie

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01.10.2014, 22:25, Tradegate

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