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Länderbericht: IWF stellt Italien schlechtes Zeugnis aus

dpa-AFX

WASHINGTON/ROM/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) knöpft sich Euro-Krisenland Italien vor: Mangelnde Strukturreformen, schwache Wachstumsaussichten, schlechte Geschäftsbedingungen, ein aufgeblasener Staatssektor und sinkende Wettbewerbsfähigkeit - ein am Freitag in Washington veröffentlichter Länderbericht des Währungsfonds liest sich wie eine Mängelliste.

Zwar loben die IWF-Experten das Bemühen der Regierung, die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. Dies sei allerdings bei Weitem noch nicht genug: Der Währungsfonds drängt Italien zu weiteren Budgetkürzungen und Strukturreformen. Unter anderem seien intensivere Anstrengungen zur Eindämmung der Steuerflucht notwendig.

Für 2013 sagt der IWF der drittgrößten Wirtschaftsmacht im Euroraum einen kräftigen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,8 Prozent voraus. Erst im kommenden Jahr trauen die Ökonomen des Währungsfonds dem Land wieder ein Wachstum von 0,7 Prozent zu. Damit bestätigte der IWF seine Annahmen vom Juli, damals war die Prognose für 2013 bereits deutlich gekürzt worden.

Erst zum Jahresende dürfte eine bescheidene exportgetriebene Erholung der italienischen Wirtschaft einsetzen, heißt es im IWF-Länderbericht. Die Schuldenquote dürfte noch in diesem Jahr auf über 130 Prozent gemessen am BIP klettern. Italien steckt seit fast zwei Jahren in der Rezession. Die Arbeitslosigkeit liegt mit zwölf Prozent auf dem höchsten Niveau der Nachkriegszeit, fast 40 Prozent der Jugendlichen sind ohne Arbeit./hbr/jsl

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18.12.2014, 11:17, Mailand

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