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Lanxess will Geschäft weiterhin auch durch Zukäufe stärken

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Spezialchemiekonzern Lanxess will sein Geschäft weiterhin auch durch Übernahmen stärken. 'Wir suchen immer nach Zukaufmöglichkeiten', sagte Lanxess-Finanzchef Bernhard Düttmann am Donnerstag am Rande der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf. Im vergangenen Jahr habe Lanxess nur zwei sehr kleine Zukäufe gemacht. 'Hier können Sie sehen, wie selektiv wir suchen', erklärte Düttmann. Lanxess habe viele Möglichkeiten geprüft. 'Aber es hat nicht gepasst'.

Gerne würde Düttmann die beiden kleineren Geschäftsbereiche Performance Chemicals und Advanced Intermediates mit Zukäufen stärken. Eine solche Chance bestünde im Geschäft mit synthetisch hergestelltem Kautschuk hingegen kaum. Hier ist Lanxess bereits der weltgrößte Anbieter.

In der Vergangenheit habe Lanxess immer geschaut, wo die Kunden sind, sagte Düttmann. Dies machten auch die hohen Investitionen in neue Anlagen in Asien in den vergangenen Jahren deutlich. 'Wegen der niedrigen Energiekosten haben wir auch einen Blick auf die USA geworfen', sagte er. Die Gas- und Energiekosten in den USA sind deutlich geringer als etwa in Deutschland. Und während der Preis in den Vereinigten Staaten durch die Förderung von Schiefergas in jüngster Zeit stark gesunken ist, drohen in Deutschland auch durch die Politik bedingt zusätzliche Belastungen.

Rückenwind erhielt der Konzern im vergangenen Jahr unterdessen durch einen schwachen Euro. Beim operativen Ergebnis (EBITDA pre ex) schlug die Schwäche der Gemeinschaftswährung mit einem positiven Effekt von rund 50 Millionen Euro zu Buche. Doch damit ist es nun vorbei: 'Wir werden dieses Jahr nicht profitieren', sagte Düttmann. Er rechne nicht mit weiteren positiven Wechselkurseffekten. Die Kurse dürften im laufenden Jahr nicht groß schwanken.

Am Morgen hatte der Konzern den Markt mit einem schwachen Ausblick auf das erste Quartal und das laufende Jahr geschockt. Die Autokrise in Europa macht dem Konzern stark zu schaffen. Die Aktie sackte um mehr als sieben Prozent ab und war damit mit Abstand größter Verlierer im Dax.

Erst in der zweiten Jahreshälfte rechnet Lanxess mit einer steigenden Nachfrage. Aus Sicht von Düttmann dürfte sich die Weltwirtschaft dann wieder erholen. In den USA könne dies bereits im ersten Quartal sein. Auch in China werde nach dem Wechsel an der Spitze des Landes die Dynamik zurückkehren. In Europa erwartet Düttmann hingegen, dass die Lage schwierig bleibt./jha/fbr

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22.04.2014, 22:30, außerbörslich

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