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Linke fordert von Schulz Absage an neue große Koalition

Reuters

Berlin (Reuters) - Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch fordert vom neuen SPD-Chef Martin Schulz ein klares Nein zu einer Fortsetzung der großen Koalition nach der Bundestagswahl im September.

Er habe Schulz aufgefordert, "deutlich zu sagen", dass er nicht in ein Kabinett von Angela Merkel gehe, sagte Bartsch am Montag im Deutschlandfunk. Dies habe selbst Peer Steinbrück als SPD-Kanzlerkandidat gemacht. "Das erwarte ich von Martin Schulz auch", fügte er hinzu.

Bartsch forderte Schulz zugleich auf, gemeinsam mit Linken und Grünen schon jetzt Dinge im Bundestag umzusetzen. Als Beispiele nannte er die Begrenzung von Managergehältern und die Abschaffung sachgrundloser Befristungen von Arbeitsverträgen. "Es kann nicht sein, dass jetzt bis zum September versprochen wird, und in der Praxis wird das Gegenteil gemacht", sagte Bartsch. Es gehe nicht, dass auf der einen Seite "locker-flockig mit der CDU regiert wird und die Politik fortgesetzt wird und auf der anderen Seite Martin Schulz der Anführer der außerparlamentarischen Opposition ist".

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow zeigte sich bei NDR Info offen für eine rot-rot-grüne Koalition im Bund. Er freue sich über die guten Umfragewerte der SPD mit Schulz, sagte der Linken-Politiker. "Vor drei Monaten hätten wir nicht einmal darüber geredet, dass es möglich wäre, im Bund Rot-Rot-Grün zu ermöglichen und Frau Merkel abgewählt werden könnte."

Schulz war am Sonntag auf einem Sonderparteitag mit 100 Prozent der Stimmen zum SPD-Vorsitzenden gewählt und zugleich als Kanzlerkandidat nominiert worden.

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