New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes zeigten sich am ersten Handelstag der Woche vor dem Hintergrund von Sorgen hinsichtlich der jüngsten Entwicklungen in Spanien und angesichts eines immer wahrscheinlicher werdenden Austritts Griechenlands aus der Eurozone in der Verlustzone. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verlor 0,79 Prozent auf 12.721,23 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) präsentierte sich mit einem Minus von 1,20 Prozent bei 2.890,15 Zählern, während der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) einen Abschlag von 0,89 Prozent auf 1.350,51 Punkte zeigte.
Auf der Konjunkturseite ermittelte die Federal Reserve Bank of Chicago für Juni 2012 einen Anstieg beim National Activity Index gegenüber dem Vormonat. So hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf -0,15 Punkte verbessert, nachdem für Mai ein Wert von revidiert -0,48 Punkten gemeldet worden war. Im Drei-Monats-Durchschnitt, der monatliche Schwankungen ausgleicht, wurde beim CFNAI ein Wert von -0,20 Punkten ausgewiesen, nach revidiert -0,38 Zählern im Mai.
Der Fast-Food-Konzern McDonald`s (ISIN US5801351017/ WKN 856958) teilte mit, dass sein Gewinn im zweiten Quartal leicht gesunken ist, was auf eine schwächere wirtschaftliche Entwicklung weltweit und einen stärkeren US-Dollar zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Die Anteilsscheine der Schnellrestaurantkette büßten 2,9 Prozent ein.
Daneben meldete Hasbro (ISIN US4180561072/ WKN 859888), der zweitgrößte Spielzeughersteller in den USA, dass er im zweiten Quartal einen geringeren Gewinn erwirtschaftet hat, was auf Einmaleffekte im Vorjahr und rückläufige Umsätze zurückzuführen ist. Dabei hatte das Unternehmen auch unter negativen Währungseffekten sowie schwachen Spiele-Umsätzen zu leiden. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Halliburton (ISIN US4062161017/ WKN 853986), der zweitgrößte Ölfeld-Servicedienstleister der Welt, gab bekannt, dass er im zweiten Quartal trotz eines deutlichen Umsatzwachstums nur einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt hat. Die Erwartungen wurden jedoch übertroffen. Während Hasbro um 4,0 Prozent vorrückten, gewannen Halliburton 2,4 Prozent hinzu.
Schließlich meldete das Abfüllunternehmen Coca-Cola Enterprises (ISIN US19122T1097/ WKN A1C56R) einen Gewinnrückgang für das zweite Quartal. Unter anderem hatte man unter negativen Wechselkurseffekten sowie der anhaltenden Schwäche in einigen Kernmärkten und negativen Wechselkurseffekten zu leiden. Auf bereinigter Ebene wurden die Erwartungen jedoch erfüllt. Aktien von Coca-Cola Enterprises gewannen 2,6 Prozent hinzu.
Titel von Nexen (ISIN CA65334H1029/ WKN 853843) schossen um 51,8 Prozent in die Höhe. CNOOC (ISIN HK0883013259/ WKN A0B846), der größte Offshore-Ölkonzern in China, gab heute bekannt, dass er den kanadischen Öl- und Erdgaskonzern für 15,1 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, erhalten Nexen-Aktionäre im Rahmen der Transaktion für jeden ihrer Anteilsscheine 27,50 US-Dollar in bar. Der Kaufpreis beinhaltet eine Prämie von 61 Prozent auf den Schlusskurs der Nexen-Aktie vom 20. Juli 2012 an der NYSE bzw. einen Aufschlag von 66 Prozent auf den durchschnittlichen Schlusskurs der Nexen-Aktie in den letzten 20 Handelstagen. Die Transaktion, die bereits von den Boards beider Unternehmen gebilligt wurde, wird voraussichtlich im vierten Quartal 2012 abgeschlossen sein.
Indes setzt der Mischkonzern United Technologies (ISIN US9130171096/ WKN 852759) seine Konzentration auf das Kerngeschäft weiter fort. Demnach wurde eine Vereinbarung über den Verkauf der zur Konzerntochter Pratt & Whitney gehörenden Gesellschaft Pratt & Whitney Rocketdyne (PWR) an den Raumfahrt- und Rüstungskonzern GenCorp (ISIN US3686821006/ WKN 851165) geschlossen. Der Verkaufspreis wurde auf rund 550 Mio. US-Dollar beziffert. Die Transaktion, die noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden steht, soll im ersten Halbjahr 2013 abgeschlossen werden. PWR ist u.a. auf die Herstellung und Entwicklung von Antriebssystemen für die Raumfahrtechnik spezialisiert. United Technologies verbilligten sich um 1,3 Prozent.
Zu guter Letzt gab es auch auf dem Eisenbahnsektor Neuigkeiten von der Akquisitionsfront. Demnach steht RailAmerica (ISIN US7507534029/ WKN A0YCN4) kurz vor der Übernahme durch den Wettbewerber Genesee & Wyoming (ISIN US3715591059/ WKN 901600). Wie aus Pressemitteilung hervorgeht, sollen die Anteilseigner von RailAmerica im Zuge der nun getroffenen Vereinbarung 27,50 US-Dollar je Aktie in bar erhalten. Durch den Zukauf will Genesee & Wyoming seine Marktposition in Nordamerika weiter ausbauen und im Industriekundensegment weiter zulegen. Neben Synergien erhofft sich der Konzern außerdem einen positiven Ergebniseffekt aus der Übernahme. Während RailAmerica um 10,0 Prozent nach oben kletterten, schlossen Genesee & Wyoming 0,6 Prozent fester. (23.07.2012/ac/n/m)
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