BERLIN (dpa-AFX) - Das Bundesfinanzministerium hat die solide Wirtschaftslage Deutschlands betont und die Rating-Entscheidung der Agentur Moody's indirekt als einseitig kritisiert. Mit der Einstufung der Aussichten des deutschen Spitzenratings als negativ habe Moody's vor allem die kurzfristigen Risiken in den Vordergrund gestellt, 'während längerfristige Stabilisierungsaussichten unerwähnt bleiben', teilte das Ministerium am Montagabend in Berlin mit. Die genannten Risiken in der Eurozone seien auch nicht neu.
'Die Eurozone hat eine ganze Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht, die zu einer nachhaltigen Stabilisierung der Eurozone führen werden. Deutschland selbst befindet sich unverändert in einer sehr soliden Wirtschafts- und Finanzsituation', hieß es. Deutschland erwarte ab 2014 einen ausgeglichenen Staatshaushalt. Die Kapitalisierung des Bankensektors habe sich deutlich verbessert. 'Die Aussichten für das Wirtschaftswachstum in Deutschland sind solide. (...) Auch an den internationalen Finanzmärkten ist das Vertrauen in Deutschland hoch; dies spiegelt sich in den niedrigen Refinanzierungskosten deutscher Anleihen wider.'
Die Bundesrepublik werde durch solide Wirtschafts- und Finanzpolitik ihren Status eines sicheren Hafens wahren 'und seine Ankerrolle in der Eurozone weiterhin verantwortungsvoll ausüben'./and/DP/he
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