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„Mit Aktien fühle ich mich sauwohl“

Herr Albrech, wie haben Sie die Zypern-Krise als Börsianer erlebt?Das war sehr spannend. Die Feilscherei der Politiker, die Reaktionen der Märkte auf das Ergebnis – das waren spannende Tage. Einerseits finde ich es sehr bedenklich, dass auf das Ersparte der Menschen zugegriffen wird, andererseits ist dieser Schritt im Falle Zyperns aber auch sehr verständlich.

Warum?Zypern oder genauer die zyprische Regierung hat bestimmte Gelder angelockt – Stichwort Steueroase. Da wäre es wohl kaum zu vermitteln gewesen, die Banken mit dem Steuergeld aus Deutschland oder Frankreich zu retten, die Milliarden auf den Konten aber nicht anzugreifen. Es war ein politischer Spagat und gerade in Deutschland war die Kommunikation natürlich sehr wahlkampfgetrieben.

Es wurde heiß diskutiert, aber die Börsen hat das eher kalt gelassen.Natürlich gab es die zu erwartenden psychologischen Effekte, aber das hielt sich in Grenzen. Es ist ja seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 hauptsächlich die Psychologie – also Gier, Angst oder gar Panik –, die die Kurse bewegt.

Und das billige Geld der Notenbanken…Auch das. Und auch das ist viel Psychologie. Ohne das Geld, mit dem die Notenbanken weltweit die Märkte geflutet haben, und ohne das Versprechen von EZB-Präsident Mario Draghi, den Euro um jeden Preis zu retten, hätten wir niemals diese Börsenrally erlebt. Der Dax ist im vergangenen Jahr sehr viel stärker gestiegen, als es wirtschaftlich gerechtfertigt gewesen wäre.

Sind die Märkte also heiß gelaufen?Nein, das glaube ich nicht. Es gibt immer noch viele interessante Anlagemöglichkeiten an der Börse. Anleger sollten Aktien keinesfalls aus dem Fokus lassen.

Die Deutschen mögen aber keine Aktien.Sie meiden Aktien, ja. Aber was wir derzeit erleben, ist völlig schizophren: Die Menschen misstrauen einerseits dem Euro. Das können Sie aus unzähligen Umfragen ablesen. Andererseits lassen sie das Geld, ihre schwer verdienten Euro aber auf Tagesgeldkonten liegen.

Wo die Zinssätze so niedrig sind, dass die Inflation am Ersparten knabbert.Aber wie lange soll das noch so weiter gehen? Die Niedrigzinsphase wird noch einige Jahre andauern, denn würden die Notenbanken die Zinsen erhöhen, bekämen die südeuropäischen Ländern noch größere Probleme. Also müssen sich die Anleger zwangsläufig anderen Anlageklassen öffnen, wenn sie kein Geld verlieren wollen. Sie müssen so anlegen, dass sie die Inflation ausgleichen können und möglichst nach Inflation noch eine positive Rendite erzielen.

Also in Sachwerte investieren, die einen Schutz vor Inflation bieten?Ja, aber beim Stichwort Sachkapital denken die Deutschen immer noch überwiegend an Immobilien und verlieren dabei leider völlig die Rendite aus den Augen. Immobilien sind eine beliebte Anlageform, was zum Anfassen. Viele Menschen verdrängen aber, dass eine Immobilie als Kapitalanlage auch unter Renditegesichtspunkten betrachtet werden sollte und zusätzlich viel Ärger bedeuten kann. Reparaturen, Stress mit den Mietern, fallende Preise – all das ist möglich, wird aber oft ausgeblendet.

Aktien sind Unternehmensbeteiligungen und damit ebenfalls Sachwerte….… aber in der Diskussion über Inflationsschutz sind sie oft außen vor. Viele Anleger denken bei Aktien zu allererst an Börsencrashs, an platzende Spekulationsblasen, an furchtbare Verluste. Das Aktien aber langfristig sehr gute Renditen bringen, sehen die wenigsten.

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