SAP ist in der Softwarebranche derzeit das Maß aller Dinge. Nicht nur mit den Quartalszahlen konnten die Walldorfer glänzen, sondern auch darüber hinaus sieht es gut aus.
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Dass die deutsche Nummer eins im Softwaregeschäft derzeit einfach Fortune hat, zeigt auch der Rechtsstreit mit Oracle. Nachdem sich Mitarbeiter von SAP Mitte des letzten Jahrzehnts illegal Updates von dem amerikanischen Konkurrenten gezogen hatten, bemühte dieser die Gerichte und bekam 1,3 Mrd. US-Dollar Schadensersatz von einer Jury zugesprochen. Dieser wurde von einer Richterin auf 272 Mio. US-Dollar drastisch reduziert, wogegen Oracle erneut zu Felde ziehen wollte. Jetzt folgte aber doch eine Einigung mit den Deutschen auf 306 Mio. US-Dollar, wobei noch einige Fragen offen sind - u.a. die Übernahme von Anwaltskosten in Höhe von 120 Mio. US-Dollar.
Trotzdem ein wichtiger Schritt für SAP, um sich wieder dem Kerngeschäft zuwenden zu können, das ohnehin derzeit gut läuft. Im zweiten Quartal stiegen die Softwareerlöse um satte 26 Prozent auf 1,06 Mrd. Euro. Stark zulegen konnten dabei die Hoffnungsträger Mobile, Cloud und HANA (eine neue Datenbanklösung), die damit immer mehr zum Wachstumstreiber für den gesamten Konzern werden.
Angesichts dieser Entwicklung ist der Softwarekonzern mit einem KGV von 16 noch nicht zu teuer. Sollte die gute Stimmung an den Märkten anhalten, könnte schon kurzfristig das Jahreshoch bei 54,85 Euro in greifbare Nähe rücken.
Autor: Holger Steffen
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