Die aktuellen Pläne von Praktiker lösen an der Börse - freundlich formuliert - nicht gerade Begeisterungsstürme aus. Die Aktie hat innerhalb einer Woche 23 Prozent ihres Wertes verloren und nimmt wieder Kurs auf das bisherige Allzeittief bei 1,07 Euro aus dem Dezember 2011.
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Nachdem der bisherige Sanierungsvorstand überraschend früh abgelöst wurde, werden auch die Rekapitalisierungsbemühungen für den Konzern negativ bewertet. Die geplante Kapitalerhöhung fällt mit bis zu 57,1 Mio. Stücken deutlich größer aus, als von Analysten im Vorfeld erwartet, weshalb Bankhaus Lampe Praktiker von "Trading buy" auf "Sell" abgestuft hat.
Auch wird sich erst noch zeigen müssen, ob die geplante Umwidmung zahlreicher Filialen auf die hochpreisigere Sparte Max Bahr in den Geschäftszahlen den gewünschten Erfolg zeigt. In einem konkurrenzintensiven Umfeld für Baumärkte ist auch dies kein Selbstläufer.
Da bleibt eigentlich nur noch die Hoffnung, dass bald alle negativen Nachrichten - mit Ausnahme einer immer noch denkbaren Pleite - eingepreist sind. Ganz Mutige können ein Abgreiflimit in der Nähe des bisherigen Allzeittiefs setzen und darauf hoffen, dass die Aktie ein Doppeltief und damit eine Umkehrformation ausbildet. Voraussetzung dafür wäre, dass das Sanierungsprogramm tatsächlich funktioniert, was Stand heute noch in den Sternen steht.
Autor: Holger Steffen
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