Der kranke Vorstandschef von Infineon, Peter Bauer, wird sein Amt im Herbst zur Verfügung stellen, was bei den Aktionären im Frühjahr für Verunsicherung gesorgt hatte. Ausgerechnet in dieser hochsensiblen Phase kassiert der Halbleiterspezialist nun auch noch seine Umsatz- und Gewinnprognose für das dritte Quartal 2011/12.
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Noch Anfang Mai hatte sich der Konzern optimistisch über den weiteren Geschäftsverlauf geäußert. Zwischen April und Juni sollte der Umsatz stabil bleiben und dabei eine Gesamtsegment-Ergebnismarge von knapp unter 15 Prozent erwirtschaftet werden. Nun werden die Erlöse voraussichtlich leicht abnehmen, was die Rendite auf 12 Prozent drücken dürfte. Angesichts des labilen konjunkturellen Umfelds keine Riesenüberraschung, aber das Timing wirkt dennoch wenig überzeugend.
Für das Geschäftsjahresende wird eine wieder anziehende Dynamik in Aussicht gestellt, wobei es dabei entscheidend darauf ankommen dürfte, ob die Weltkonjunktur in den nächsten Monaten die Kurve bekommt. Nur in diesem Fall sehen wir eine Chance, dass Infineon die wichtige Unterstützung bei 5,15 Euro - das Tief aus dem letzten September - nachhaltig verteidigen kann. Für Anleger, die auf dieses Szenario setzen wollen, bietet sich aufgrund der kurzfristig stark überverkauften Lage der Aktie eine attraktive Einstiegsmöglichkeit.
Autor: Dr. Adam Jakubowski
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