Die Aktie von Solarworld nähert sich in rasantem Tempo dem Pennystock-Niveau. Damit wird für ein weiteres früheres Vorzeigeunternehmen aus dem Photovoltaik-Sektor die Luft langsam dünn.
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Im ersten Quartal hatte das Unternehmen, u.a. wegen Vorzieheffekten vor der Förderkürzung in Deutschland, noch einen Gewinn von 7,2 Mio. Euro erwirtschaftet, obwohl der Umsatz durch den anhaltenden Preisdruck im Markt um 26,8 Prozent auf 170,5 Mio. Euro zurückgegangen war. Nach einer aktuellen Einschätzung von Analysten dürfte es mit Überschüssen nun aber erst mal vorbei sein, die Commerzbank rechnet jedenfalls auf operativer Ebene mit Verlusten und hat das Kursziel auf 0,80 Euro gesenkt.
Und in diesem Umfeld könnte auch die Verschuldung des Konzerns über kurz oder lang zu einem Problem werden. Zwar verfügt Solarworld über ein stattliches Eigenkapital von 627 Mio. Euro, aber die - überwiegend langfristigen - Finanzschulden summieren sich sogar auf 1,2 Mrd. Euro. Gut möglich, dass die Banken da nervös werden, wenn sich die Geschäftslage weiter verschlechtert.
Eine ähnliche Ausgangslage hatte auch bei anderen Anbietern die Krise eingeleitet - mit bekanntem Ende. Sofern Solarworld Mitte August mit den Zahlen zum zweiten Quartal keine handfesten Belege für eine Trendwende liefern kann, ist der Fall der Aktie unter die Ein-Euro-Marke das wahrscheinlichste Szenario.
Autor: Holger Steffen
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