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Leg dich nicht mit der Notenbank an!

Der Dax hat in den vergangenen drei Monaten gut 15 Prozent gewonnen - von 6.100 auf fast 7.500 Punkte. Selten zuvor hat der deutsche Leitindex in so kurzer Zeit so viel zugelegt. Und es sieht im Moment nicht danach aus, als drohe der Rally ein schnelles Ende. Schließlich lautet eine der Grundregeln an den Finanzmärkten: Leg dich nicht mit den Notenbanken an!

Weltweit überschwemmen die Zentralbanken die Märkte mit billigem Geld - damit die Welt nicht in eine Rezession abrutscht, und damit die Schuldenstaaten in Europa noch ein wenig länger über die Runden kommen. Vor fast genau drei Monaten kündigte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) an, dass er alles in seiner Macht stehende tun werde, um den Euro zu erhalten. Im Klartext hieß das: Die Notenbank wird im Notfall so viel Geld drucken wie nötig, um Anleihen zu kaufen, die sonst keiner mehr haben will. Inzwischen hat die EZB sogar offiziell erklärt, dass sie unter Umständen unbegrenzt Staatsanleihen aufkaufen kann.

Die Notenbanken der USA und Japans wollen dem in nichts nachstehen. Auch sie wollen großzügige Anleihekaufprogramme auflegen. Ob das sinnvoll oder auch gesund ist, sei einmal dahingestellt. Fakt ist: Das Geld muss irgendwo hin, aber zumindest ein Teil kommt nicht in der Realwirtschaft an, sondern versickert an den Finanzmärkten. Dort treibt es die Kurse von Aktien, Anleihen oder Rohstoffen. Es wäre töricht, dagegen zu spekulieren. Die Kritiker, die davor warnen, dass die Notenbanken gigantische Vermögensblasen aufblähen, haben deshalb nicht unrecht....

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