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Munich-Re-Chef warnt vor Risiken der Geldpolitik der EZB

dpa-AFX

MÜNCHEN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Chef des weltgrößten Rückversicherers Munich Re hat vor den Folgen der extrem lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gewarnt. Die EZB verabreiche "den Märkten schon eine sehr starke Medizin, die auch abhängig machen kann", sagte Nikolaus von Bomhard dem "Handelsblatt" (Donnerstag). Die entscheidende Frage sei, wie man davon wieder wegkomme: "Bei fehlender Wettbewerbsfähigkeit wird es schwierig werden, die Medizin abzusetzen."

Er könne sich nicht vorstellen, dass die Strukturreformen in Europas Krisenländern so schnell Wirkung zeigen, dass die EZB schon bald "wieder den Fuß vom Gas nehmen kann", sagte von Bomhard und ergänzte mit Blick auf die Staatsanleihen-Ankäufe: "Das Risiko von Kollateralschäden halten wir für gewichtiger als mögliche positive Effekte."

Grundsätzlich gäbe es aus Sicht des Munich-Re-Chefs schon Alternativen - nämlich harte und zügige Strukturreformen durch die Regierungen der Länder. Mit dem massiven Ankauf von Staatsanleihen dagegen habe die EZB ihr letztes Pulver verschossen, mahnte von Bomhard: "Die Politik hat einen geringeren Anreiz, Reformen entschlossen anzugehen. Das sieht man ja in Frankreich. Der Druck ist durch die EZB einfach zu früh abgebaut worden."/csc/DP/jha

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