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Nervöse Akteure im Vorfeld der US-Notenbank

Boerse-Daily.de

Der Feiertag am morgigen Donnerstag wirft seine Schatten voraus. Man spürt förmlich, wie nervös man beim DAX ist, denn am Abend um 20 Uhr steht das Statement der US-Notenbank nach ihrer regulären Sitzung des Offenmarktausschusses an. Und eine Vielzahl an Konjunkturdaten ging und geht diesem Statement voraus, die allesamt Einfluss darauf nehmen können und werden, wie man bei der Fed nun weiter verfahren wird.

Dass man darauf dann nur noch im umsatzarmen Futures-Handel reagieren kann, da der deutsche Markt morgen geschlossen bleibt, ist die eigentliche Basis der Nervosität. Immerhin ringt der DAX aktuell um den Ausbruch über den wichtigen Widerstand in Form der Januar-Abwärtstrendlinie bei aktuell 9.593 Punkten. Und die bislang eingelaufenen Daten bescheren ein Wechselbad der Emotionen. Die Einzelhandelsumsätze in Deutschland, am Morgen veröffentlicht, zeigten wieder einmal einen Rückgang. Der von ADP ermittelte Arbeitsmarktbericht für den rein privaten US-Arbeitsmarkt hingegen war relativ gut ausgefallen. Und soeben kam mit der ersten Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das erste Quartal ein heftiger Dämpfer für Konjunktur-Optimisten: Mit gerade mal +0,1% lag das Ergebnis nur hauchdünn über Rezessionsniveau und deutlich unter der Konsens-Prognose von +1,0 Prozent.

Aber könnte das womöglich auch positiv sein? Immerhin würde das doch die US-Notenbank davon abhalten, die Anleihe-Stützungskäufe gar zu schnell zu reduzieren bzw. die Leitzinsen zu erhöhen. So betrachtet bleibt der Mix aus Unruhe und Hoffnung auch am frühen Nachmittag zunächst erhalten. Der DAX, nach den ADP-Daten um 14:15 Uhr auf Tageshoch gelaufen, fiel unmittelbar nach den BIP-Daten um 14:30 Uhr zunächst um 40 Punkte zurück und damit wieder unter die aktuell im Feuer stehende Chartmarke von 9.593 Zählern. Und mit Blick auf das um 16 Uhr anstehende US-Verbrauchervertrauen und das Problem, am morgigen Donnerstag zuschauen zu müssen, während die Wall Street handelt, dürfte dieses Auf und Ab der nervösen Anleger zunächst weitergehen.

Es wäre daher gewagt, noch in diesen Stunden letztlich zu „wetten" und ausgerechnet jetzt neue Positionen einzugehen. Was indes besteht, sollte gehalten werden. Konkret: Bestehende Long-Positionen bleiben haltenswert, Stoppkurs hierfür auf Schlusskursbasis 9.440 Punkte. Zukauf dann, wenn der DAX die Linie bei 9.593 Zählern mit Closings über 9.620 Punkten hinreichend deutlich bezwungen hätte. Ein Switch in Short-Positionen käme in der aktuellen Konstellation indes erst infrage, wenn der Index die Supportzone 9.367/9.425 Punkte mit Closings unter 9.350 Punkten signifikant durchbrochen hätte.

DAX (Tageschart in Punkten):
Widerstände: 9.593 / 9.721 / 9.794
Unterstützungen: 9.489 / 9.425 / 9.367 / 9.071 / 9.040 / 8.981 / 8.913

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