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Noch mehr Jobs wackeln bei Rüstungskonzern EADS

HANDELSBLATT

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS sieht weitere Jobs in Gefahr, sollte es ab 2018 keine weiteren Bestellungen für das Kampfflugzeug Eurofighter geben. Der künftig unter dem Namen Airbus Group firmierende Konzern hatte am Montag bereits den Abbau von insgesamt 5800 Arbeitsplätzen bis 2016 angekündigt. Bis 2017 lägen noch Bestellungen für den Eurofighter vor. Sollte die Auftragslage danach schlecht aussehen, werde es 2018 weitere Jobkürzungen geben müssen, sagte der Chef der neuen Sparte Airbus Defence & Space, Bernhard Gerwert, am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Das Kampfflugzeug wird im bayerischen Manching bei Ingolstadt montiert.

EADS kämpft mit gegenläufigen Trends. Während der Bau von Passagierflugzeugen der Marke Airbus floriert, leidet der Konzern unter schrumpfenden Rüstungsetats vor allem in Europa. Eine Antwort von Konzernchef Tom Enders ist es, die Rüstungssparte Cassidian mit dem Raumfahrtgeschäft Astrium zusammen zu legen. Der Stellenabbau ist eine Folge davon – sogar betriebsbedingte Kündigungen können erfolgen. „Wir werden alles tun, um das zu verhindern“, sagt Konzernchef Tom Enders.

Laut Enders sollen Mitarbeiter in einem ersten Schritt Angebote bekommen, das Unternehmen freiwillig zu verlassen oder vorzeitig in Rente zu gehen. Zudem sollen Wechselmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens angeboten werden – vor allem von der Rüstungssparte hin zum Flugzeugbauer Airbus.

Möglicher Kritik der Bundesregierung sieht der Manager gelassen entgegen. „Ich bin sehr entspannt, was die Reaktionen aus der Politik angeht“, sagte Enders. Ohne den gecheiterten Zusammenschluss mit dem Konkurrenten BAE bleibe dem Konzern kein anderer Weg. „Unser Ziel ist, wettbewerbsfähig zu werden. Wir werden sehen, ob die geplanten Maßnahmen ausreichen oder ob es weitere Kürzungen geben muss.“ Es sei jedoch klar, dass es auch künftig Veränderungen geben werde. „Das wird nicht das letzte Umbauprogramm in diesem Bereich sein“, sagte Enders.

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