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Notenbanker: Das Gaspedal bleibt durchgedrückt

HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Wir rechnen zwar mit keinen Leitzinsabänderungen bei der Vielzahl der Notenbanksitzungen (Australien, Kanada, Japan, Großbritannien, Eurozone), die in der kommenden Woche anstehen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Das Grundmuster beim Verhalten der Notenbanker der Industriestaaten dürfte sich aber nicht ändern: Das Gaspedal werde unvermindert weiter durchgedrückt. Nachdem bei der Bank of England im Februar drei der neun Mitglieder des MPC für eine Ausweitung der Assetkäufe um 25 Mrd. GBP auf 400 Mrd. GBP votiert hätten, könnte diesmal die Entscheidung noch knapper ausfallen. Im Vorfeld des zum 1. Juli anstehenden Wechsels an der Spitze der Bank of England zeichne sich bei der Notenbank eine Zielverschiebung in Richtung einer stärkeren Wachstumsorientierung zulasten der Zielerreichung bei der Inflation ab. Sollte sich in den kommenden Monaten keine Beschleunigung bei der Wachstumsdynamik abzeichnen, seien weitere monetäre Expansionsschritte wahrscheinlich.

Die Analysten würden aber in ihrem Hauptszenario nicht mit einer weiteren Ausweitung der Assetkäufe rechnen, sondern andere Maßnahmen wie die Senkung des Diskontsatzes oder die Erleichterung der Kreditvergabe an kleinere und mittelständische Unternehmen dürften im Vordergrund stehen. Japans Regierungschef habe als neuen Notenbankchef Haruhiko Kuroda nominiert, der ein Vertreter einer sehr expansiven Geldpolitik sei. Die Amtszeit des derzeitigen gemäßigt agierenden Notenbankchefs Masaaki Shirakawa ende am 19.03. und neue geldpolitische Weichenstellungen dürften auf den April vertagt werden.

Die EZB sollte nach Erachten der Analysten weder in der kommenden Woche noch im weiteren Jahresverlauf eine Abänderung des Reposatzes oder des Satzes zur Einlagefaziliät beschließen. Bei den von den EZB-Experten aktualisierten makroökonomischen Projektionen für den Euroraum würden die Analysten leichte Abwärtsrevisionen sowohl beim Wachstums- (2013e: -0,4%; 2014e: 1,0%) als auch beim Inflationsausblick (2013e: 1,5%; 2014: 1,3%) erwarten. Betont werden dürfte jedoch die global verbesserten Konjunkturperspektiven, angetrieben durch Asien. (01.03.2013/ac/a/m)

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