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Präsident vs. President

Der OnVista-Börsenfuchs
Präsident vs. President

Hallo Leute! Auch alte Börsenfüchse können mitunter ganz schön emotional werden – gestern war so ein Moment. Ich hab mir die Wahl des Bundespräsidenten reingezogen. Und die hat mit dem üblichen (aber nicht übertriebenem) Brimborium gut getan. Gerade nach dem Amtswechsel in Ami-Land. Ja, ja, wir alle wissen natürlich, dass es zwischen Mr. President und dem Herrn Bundespräsident funktionstechnisch Riesenunterschiede gibt. Donald J. Trump hat die volle Macht, Frank-Walter Steinmeier das Wort. Ihr dürft mal raten, wer mir viel lieber ist … Richtig geraten!

Was hat das mit Börse und Kapitalanlage zu tun? Im Falle des Unsicherheit und Angst verbreitenden Washingtoner Trumpeters haben mir ja schon einen Vorgeschmack bekommen. Wall Street jubelt in Rekordhöhen, und die Wirtschaft der Amis glaubt an ihren President, der sie wo immer möglich fördern will. Der Rest der Welt zittert vorläufig. Steinmeier dagegen ist kein Börsenfaktor – er hat Übergeordnetes zu diskutieren und Volkes Stimme zu übersetzen.

Ein weiterer Unterschied: Das Berliner Wahlergebnis stand von vornherein fest. Trotzdem. Nicht nur in der Bundeshauptstadt selbst ist zu spüren, welch hoher Grad von Respekt und Sympathie Frank-Walter Steinmeier begleitet – über die Parteien hinweg, national und im Ausland. Dadurch werden deutsche Aktien nicht attraktiver. Aber damit verbindet sich die Chance, dass Europa international doch wieder enger zusammenrückt, dass seine politische wie wirtschaftliche Kraft gestärkt wird.

Wichtige Worte bestimmten den gestrigen Tag, auch aus dem Mund anderer Präsidenten. Höchst bemerkenswert und hochgelobt auch die Rede des Bundestagspräsidenten (und Wahlleiters) Norbert Lammert. An anderer Stelle ein prominenter Warner: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fürchtet ein Auseinanderbrechen der Europäischen Union. Er habe Zweifel, ob die Mitgliedstaaten angesichts des Brexits die Geschlossenheit wahren würden, sagte der Luxemburger in einem Interview.

Weil es um den Erhalt Europas geht, um eine weiterhin enge Partnerschaft mit den USA und um die Stärkung von Freiheit und Demokratie – Steinmeiers Worte fördern das Ansehen Deutschlands in der Welt. Der frühere Außenminister hat zu mehr Mut aufgerufen. Deutschland sei ein „Anker der Hoffnung” in der Welt. Unser Präsident ist ein Mutmacher!

Übrigens: Ich steh weiter auf amerikanische und deutsche Akien.

Hinweis: Die Inhalte des „OnVista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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26.04.2017, 18:45, außerbörslich

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