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Pro und Contra des deutschen Banken-Rettungspakets

Fundresearch
Pro und Contra des deutschen Banken-Rettungspakets

Neuland für alle Beteiligten Das Rettungspaket der Bundesregierung ist beschlossene Sache - in der Rekordzeit von nur einer Woche ging das Gesetz durch Bundesrat und Bundestag. Doch keine Leistung ohne Gegenleistung. Geld aus dem Finanzmarktstablisierungsfonds, wie das Rettungspaket offiziell heißt, gibt es nicht umsonst. So kann der Fonds Garantien im Gesamtwert von 400 Milliarden Euro übernehmen. Dies soll die Banken ermutigen, sich wieder gegenseitig Kredite zu geben. Doch für die Garantien wird eine marktgerechte Vergütung fällig. Auch wenn eine Bank ihr Eigenkapital aufstocken muss, erhält sie dafür Geld aus dem Rettungspaket. Dafür erhebt der Fonds ebenfalls eine Vergütung. Wie hoch diese Gebühr sein wird und wie man "marktgerecht" definieren muss, ist noch nicht festgelegt - schließlich ist die Angelegenheit Neuland für alle Beteiligten. Allerdings sollten die zu zahlenden Gebühren europaweit abgestimmt werden, um so die Wettbewerbsgleichheit unter den Banken zu gewährleisten, sagt Jürgen Homola, Manager des Finanzwerte-Fonds cominvest Adiverba (WKN 847106).Geld des Steuerzahlers muss sinnvoll verwendet werden Alles in allem sind diese Bedingungen durchaus vernünftig, findet der Fondsmanager: "Da dies am Ende Geld des Steuerzahlers ist, muss natürlich darauf geachtet werden, dass das Geld sinnvoll verwendet wird. Der wichtigste Punkt für Anleger betrifft eine mögliche Gewinnausschüttung. Das Regelwerk des Bundesfinanzministeriums sieht vor, dass die betroffenen Banken keine Dividenden auszahlen dürfen, solange die Stabilisierungsmaßnahme läuft. Obwohl das ein großer Einschnitt für Aktien- und Fondsanleger ist, begrüßt Homola diese Auflage: "Ob ein Jahresüberschuss als Dividendenrendite ausgeschüttet wird oder im Unternehmen zur Stärkung der Kapitalbasis verbleibt, muss nach ökonomischen Gesichtspunkten entschieden werden." Und da dürfte es momentan wenig Diskussion geben, wo das Geld besser aufgehoben ist. Banken fürchten Prestigeverlust Noch ist die Reaktion der deutschen Finanzinstitute zögerlich. Bislang hat nur die angeschlagenen Landesbanken BayernLB, HSH Nordbank und WestLB angekündigt, Hilfe in Anspruch nehmen zu wollen, und die Commerzbank prüft derzeit, ob sie auf die staatlichen Garantien des Hilfspakets zurückgreifen muss. Der Grund für die Zurückhaltung: Die Banken fürchten, dass ihr Image leidet, griffen sie auf das Rettungspaket zurück. Natürlich spricht es für die Leistung einer Bank, wenn sie ohne staatliche Mittel auskommt. Doch wenn ein Finanzinstitut wirklich Hilfe nötig haben sollte, sollte sie sie auch annehmen - im Sinne der Anleger. Aktienfonds Finanzwerte (Auswahl)Fonds / WKN: Performance seit 1.1.2008 (in %) 1. db x-tr. DJSt 600 Bank Short ETF / DBX1AH: 57,0 (seit 28.01.2008) 2. Jupiter Gl Financials L EUR / A0KEM3: -34,1 3. Fidelity Financial Services A€ / 941116: -36,5 4. UniSector:Finance / 921557: -39,3 5. Allianz-dit Finanzwerte / 848189: -42,1 6. Deka Finanzwerte TF / 701931: -43,2 7. cominvest Adiverba / 847106: -46,2 8. BGF Wld. Financial A / 933539: -46,3 9. iShares DJ ST. 600 Banks ETF / 628934: -50,5 10. DWS Finanzwerte / 976991: -51,0 Quelle: €uro fondsxpress Quelle Performancedaten: FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 24.10.2008.

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