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Rekordjagd deutscher Anleihen geht weiter

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Deutsche Staatsanleihen sind als sichere Anlage gefragt wie nie. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future steigt und steigt. Südeuropäische Anleihen hingegen sind unter Druck.

Rekordjagd deutscher Anleihen geht weiter

Die Rekordjagd am deutschen Anleihemarkt hat sich zu Wochenbeginn fortgesetzt. Die schwachen Aktienmärkte in Europa führten zu einer neuerlichen Flucht in sichere Anlagen. Der für den deutschen Rentenmarkt richtungweisende Euro-Bund-Future stieg auf 164,7 Punkte und damit auf den höchsten jemals erreichten Stand. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel im Gegenzug um vier Basispunkte auf 0,25 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit April 2015. Der Zins zweijähriger Schatzanweisungen fiel auf ein neues Rekordtief von minus 0,517 Prozent.

Auch die US-Staatsanleihen haben zum Start in die neue Handelswoche Kursgewinnen verbucht. Die trübe Stimmung an den Aktienmärkten in Europa und die Aussicht auf kräftige Verluste an der New Yorker Börse trieben die Anleger in sichere Anlagehäfen wie US-Anleihen. Im Handelsverlauf stehen kaum wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, die für neue Impulse am amerikanischen Rentenmarkt sorgen könnten.

Anleihen südeuropäischer Länder unter Druck

Während US-Anleihen und deutsche Bundesanleihen angesichts der gegenwärtigen Börsenschwäche als sichere Anlage gesucht sind, stehen Bonds anderer Länder unter Druck. Die Anlegerstimmung trübt sich vor allem gegenüber portugiesischen Staatsanleihen zunehmend ein. Am Montag stieg der Risikoaufschlag zehnjähriger Schuldtitel des Landes gegenüber deutschen Bundesanleihen auf den höchsten Stand seit Anfang 2014. In der Spitze betrug er 311 Basispunkte oder 3,11 Prozentpunkte. Auch die Prämien für Ausfallversicherungen (CDS) auf portugiesische Anleihen stiegen auf den höchsten Stand seit Anfang 2014.

Ein wesentlicher Grund für die Skepsis der Anleger dürfte die Politik der neuen Linksregierung Portugals sein. Diese sieht vor, einen Teil der Wirtschaftsreformen der konservativen Vorgängerregierung rückgängig zu machen, Ausgabenkürzungen zurückzunehmen und einige Staatsausgaben zu erhöhen.

Gegen den Trend stiegen zudem die Anleiherenditen in Griechenland sowie – in schwächerem Ausmaß – in Italien und Spanien. In Italien wird das geplante Verfahren zur Bereinigung der Bankbilanzen von fragwürdigen Krediten nicht von allen Fachleuten als Durchbruch eingeschätzt. In Spanien schließlich sorgt die Ungewissheit über die Zusammensetzung der neuen Regierung für Unsicherheit.

OnVista/dpa-AFX
Foto: t81/shutterstock.com

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