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Rohstoffe: Wohin geht die Reise?

onemarkets Blog

Die Preise für Öl und Gold sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Doch wird das Comeback von Dauer sein? Anleger sollten mit Bedacht investieren.

Es ist noch gar nicht so lange her - nämlich zu Jahresbeginn -, da prophezeiten einige Marktkommentare dem Ölpreis noch den Fall unter zehn US-Dollar pro Barrel (= 158,98 Liter). Für einiges Aufsehen sorgte eine besonders negative Markteinschätzung der in den USA bekannten Rohstoffexpertin Gail Tverberg. Am 7. Januar 2016 deutete sie in einem ihrer Blog-Beiträge (ourfiniteworld.com) an, es sei durchaus vorstellbar, dass der Ölpreis bis auf null US-Dollar abrutsche und im Extremfall sogar negative Werte annehmen könne. Ist das tatsächlich möglich, dass einem für Öl sogar noch Geld nachgeworfen wird? Theoretisch ja. Zumindest kurzfristig. Nämlich dann, wenn infolge extremer Überkapazitäten die Lager bis auf den letzten Kubikzentimeter gefüllt sind, sodass es für die Fördergesellschaft aus Kostengründen notwendig wird, die Lager zu räumen, um nicht die Produktion einstellen zu müssen. Interessant ist, dass Tverberg mit ihrer Prognose gar nicht so falsch lag. Denn wenige Tage nach ihrem Blog-Eintrag meldete die US-Raffinerie Flint Hills Resources, Öl der Marke North Dakota Sour für lediglich 1,50 US-Dollar pro Barrel angekauft zu haben. Die Marke - es handelt sich aufgrund des hohen Schwefelgehaltes um minderwertige Ware - wurde damals infolge der ungebremsten Tagesproduktion von 15.000 Barrel pro Tag und der fehlenden Nachfrage sogar schon in den Pipelines gelagert (Quelle: bloomberg.com vom 18. Januar 2016).

Starke Performance

Mittlerweile kann die Ölindustrie mit Blick auf die jüngste Preiserholung aber wieder etwas aufatmen. So notiert die Nordseemarke Brent derzeit bei rund 48 US-Dollar je Barrel (Stand: 17. Juni 2016). Das ist nahezu eine Verdoppelung seit dem Jahrestief von Mitte Januar, als Brent rund 26 US-Dollar kostete. Aber nicht nur Öl ist eine Trendwende gelungen. Auch die Preise anderer Rohstoffe legten in den vergangenen Monaten zum Teil kräftig zu (was nicht ganz so überraschend ist, da Öl ein wichtiger Grundstoff für deren Förderung bzw. Verarbeitung ist). Auch Gold gelang ein formidables Comeback. Kostete eine Unze des gelben Edelmetalls zu Jahresbeginn lediglich 1.060 US-Dollar, steht der Preis aktuell bei knapp 1.283 US-Dollar - ein Plus von immerhin rund 21 Prozent. Die entscheidende Frage aus Anlegersicht lautet: Handelt es sich beim Anstieg der Rohstoffpreise, insbesondere bei Öl und Gold, lediglich um eine temporäre Gegenbewegung oder wird die Erholung von Dauer sein?

Das Problem mit dem Überangebot

Bei Öl wird vieles davon abhängen, ob und in welchem Umfang das Überangebot reduziert werden kann. Tatsächlich war die Förderung zuletzt rückläufig - wenn auch aus fragwürdigen Gründen. In Nigeria zum Beispiel häufen sich seit Jahresanfang Sabotage-Akte gegen Ölfördereinrichtungen im Niger-Delta durch eine militante Aktivistengruppe. Sabotage war auch in Kolumbien für eine rückläufige Produktion verantwortlich. In den USA und Kanada wiederum befindet sich die Fracking-Industrie in der Krise. Aufgrund des niedrigen Ölpreises mussten bereits einige Betriebe dichtmachen oder zumindest die Produktion stilllegen.

All diese Faktoren haben zur Rallye beim schwarzen Gold beigetragen. Doch wie lange hält dieser Trend an? Die Macht, den Ölpreis dauerhaft zu stützen, hat derzeit wohl nur die OPEC. Doch deren Vertreter konnten sich bislang aufgrund interner Konflikte - etwa zwischen Saudi-Arabien und Iran - nicht zu einer Senkung oder zumindest zu einer Deckelung der Ölfördermenge durchringen. Stattdessen geht die OPEC davon aus, dass die Produktion ihres Öls in diesem Jahr um durchschnittlich 1,8 Millionen Barrel pro Tag auf 31,5 Millionen Barrel pro Tag steigen wird (Quelle: Monthly Oil Market Report vom 13. Juni 2016). Die Überkapazitäten mögen sich zwar reduziert haben, verschwunden sind sie aber noch nicht. So gehen die UniCredit-Analysten davon aus, dass die Lagerbestände im dritten Quartal 2016 um durchschnittlich 0,6 Millionen Barrel pro Tag zunehmen werden. Erst im vierten Quartal erwarten sie eine Abnahme der Bestände um durchschnittlich 0,3 Millionen Barrel pro Tag. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch eine Prognose der Internationalen Energie Agentur.

Öl: begrenzter Spielraum

Blickt man auf die aktuellen Prognosen, könnte Öl sein Tief zwar gesehen haben, allerdings ist auch der weitere Spielraum nach oben begrenzt. Wie die Unternehmensberatung Roland Berger ermittelt hat, gehen die Marktteilnehmer in diesem Jahr von einem durchschnittlichen Preis von 46 US-Dollar aus. Etwas optimistischer sind die Analysten der UniCredit. Ihre Schätzung sieht das Barrel Brent im dritten Quartal bei durchschnittlich 55 US-Dollar und im vierten Quartal sogar auf 65 US-Dollar steigen (Quelle: Uni­Credit Energy Weekly vom 2. Juni 2016).

Öl-Aktien im Fokus

Infolge der höheren Ölpreise konnten auch die Aktien der Ölkonzerne wieder etwas Boden gewinnen. So legte der STOXX® Europe 600 Oil & Gas Index seit Jahresbeginn um fünf Prozent zu (Stand: 17. Juni 2016). Als interessante Ölinvestments könnten sich im momentanen Umfeld Anlageprodukte von HVB onemarkets erweisen. Produkte wie zum Beispiel HVB Discount Zertifikate oder HVB Aktienanleihen Protect verfügen am Laufzeitende nicht nur über einen gewissen Schutz vor fallenden Kursen, sondern bieten auch bei stagnierenden Notierungen ansehnliche Ertragschancen. In der Tabelle unten finden Sie Produktbeispiele auf den französischen Ölmulti Total sowie den spanischen Wettbewerber Repsol.

Gold: zittern vor der Fed

Genau wie bei Öl muss sich auch bei Gold erst herausstellen, ob die Aufwärtsbewegung nachhaltig ist. Das größte Risiko liegt derzeit darin, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen entgegen den Erwartungen vieler Marktteilnehmer in diesem Jahr noch erhöht. Ein solcher Schritt könnte den Goldpreis wieder (deutlich) unter Druck bringen, da höhere Zinsen Gold als Anlage unattraktiver machen. In diesem Fall drohen Mittelabflüsse bei den physisch hinterlegten Goldfonds. Auf der anderen Seite ist zu berücksichtigen, dass die Inflation infolge der Verteuerung bei Öl im weiteren Jahresverlauf anziehen könnte. Die Folge wären sinkende Realzinsen (sofern die Nominalzinsen nicht stärker steigen als die Preise). Von einem solchen Szenario könnte Gold wiederum profitieren.

In ihrer aktuellen Einschätzung erwarten die Analysten der UniCredit bei Gold zwar keine größeren Rückschläge, sehen aber auch kein großes Potenzial nach oben. Ihre Prognose für das vierte Quartal 2016 liegt bei einem Preis von durchschnittlich 1.200 US-Dollar je Unze. Mit Hebelprodukten von HVB onemarkets auf Goldförderfirmen wie Barrick Gold oder den Branchenindex NYSE Arca Gold BUGS können risikofreudige Anleger auch an kleineren Kursbewegungen überproportional teilnehmen und in kurzer Zeit - sollte die Spekulation aufgehen - hohe Gewinne erzielen. Wenn nicht, drohen allerdings entsprechend große Verluste bis hin zum Totalverlust. Ausgewählte Produktbeispiele hierfür finden Sie ebenfalls in der nachfolgenden Tabelle. Hinweis: Bei den genannten Produkten handelt es sich um Schuldverschreibungen der UniCredit Bank AG. Bei Insolvenz, also Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust.

HVB ANLAGEPRODUKTE AUF AKTIEN VON ÖLKONZERNEN
ProdukttypBasiswertISIN(Letzter) RückzahlungsterminAusstattungsmerkmale
HVB Express Aktienanleihe Protect*Total S.A.DE000HU43NG88.7.2019Barriere: 60 %**, Zinszahlung p. a.: 4,9 %
HVB Discount ZertifikatTotal S.A.DE000HU4G28823.6.2017Cap***: EUR 38,-, Discount: 17,1 %
HVB Aktienanleihe ProtectRepsol YPF S.A.DE000HU4TCN77.6.2017Barriere: EUR 6,774, Zinszahlung p. a.: 5,15 %
HVB Discount ZertifikatRepsol YPF S.A.DE000HU4UHG823.6.2017Cap***: EUR 10,-, Discount: 18,0 %

*Zeichnungsfrist bis 6.7.2016 (vorbehaltlich einer vorzeitigen Schließung) **vom Referenzpreis am anfänglichen Bewertungstag ***obere Kursgrenze; Die Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de veröffentlicht; Information zur Funktionsweise des Produkts finden Sie hier.

Stand: 17.6.2016

HVB HEBELPRODUKTE AUF GOLD-AKTIEN BZW. GOLD-INDIZES
ProdukttypBasiswertISIN(Letzter) RückzahlungsterminAusstattungsmerkmale
HVB Call OptionsscheinBarrick Gold Corp.DE000HU3LLJ521.12.2016Basispreis: USD 20,50, Hebel: 6,1
HVB Put OptionsscheinBarrick Gold Corp.DE000HU3UAU621.12.2016Basispreis: USD 19,-, Hebel: 7,7
HVB Mini Future BullNYSE Arca Gold BUGS (Price) IndexDE000HU42MH0Open EndBasispreis: 197,875 Punkte, Knock-out-Barriere: 202,461 Punkte, Hebel: 8,0
HVB Mini Future BearNYSE Arca Gold BUGS (Price) IndexDE000HU4WJ72Open EndBasispreis: 273,838 Punkte, Knock-out-Barriere: 268,954 Punkte, Hebel: 5,0

Die Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de veröffentlicht; Information zur Funktionsweise des Produkts finden Sie hier.

Stand: 17.6.2016

Bildnachweis:

iStock : Sorbetto

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Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte.

Der Beitrag Rohstoffe: Wohin geht die Reise? erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

Autor: Redaktion

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Internet: www.onemarkets.de
Reuters: HVCERT
Bloomberg: HVRP

Kurs zu Ölpreis Brent Rohstoff

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09.12.2016, 12:37, Deutsche Bank Indikation

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