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ROUNDUP 2: Adidas verdient glänzend - Aktie steigt auf Rekordhoch

(neu: Aussagen aus der Konferenz)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Teurere Sportartikel und ein zügiger Ausbau eigener Geschäfte in den Schwellenländern haben beim Sportkonzern Adidas den Gewinn im ersten Quartal angetrieben. Die Bruttomarge, die Ausschluss über die Profitabilität gibt, erreichte einen neuen Rekordwert - was an der Börse für Jubel sorgte. Adidas-Aktien waren am Freitag die am stärksten nachgefragten Papiere im Dax. Und Adidas-Chef Herbert Hainer hatte auch gute Nachrichten zur angeschlagenen US-Tochter Reebok im Gepäck. Spätestens im dritten Quartal soll die Fitnessmarke steigende Umsätze aufweisen, sagte er bei Vorlage der Geschäftszahlen für die ersten drei Monate. Profitabler sei Reebok bereits im ersten Quartal geworden.

Das Betriebsergebnis kletterte in den ersten drei Monaten im Konzern um 8,1 Prozent auf 442 Millionen Euro. Den Überschuss erhöhte der Nike - und Puma-Konkurrent um 6,5 Prozent auf 308 Millionen Euro. Die DZ Bank sprach in einer ersten Einschätzung von 'exzellenten' Zahlen. Die Aktie legte um mehr als 6 Prozent zu und erklomm ein neues Rekordhoch. Das traditionell schwächste Quartal sei vorbei, befand auch Analyst Andreas Riemann von der Commerzbank. Im weiteren Jahresverlauf dürfte das Ergebnis an Fahrt aufnehmen. Zudem begännen im zweiten Halbjahr die ersten Auslieferungen mit neuen Produkten zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

BRUTTOMARGE ERREICHT NEUEN REKORDWERT

'Im ersten Quartal 2013 hat unser Konzern solide Geschäftsergebnisse erzielt', sagte Vorstandschef Hainer. Die Bruttomarge sei die höchste, die Adidas jemals in einem Quartal erreicht habe. Zum zweiten Mal in der Geschichte des Konzern liege sie bei über 50 Prozent. Rückschläge musste Adidas beim Umsatz hinnehmen, der um 1,9 Prozent auf 3,75 Milliarden Euro sank. Im Vorjahr hatte Adidas von der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen profitiert.

Auch Reebok erwies sich erneut als Hemmschuh. Die die schwächelnde Tochter brachte mit 378 Millionen Euro gut 16 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr ein. Das erste Quartal ist allerdings das letzte, in dem Reebok einen schwierigen Vorjahresvergleich hat aufgrund des Verlusts der Ausrüsterlizenz für die National Football League (NFL) sowie in Indien aufgedeckter Unregelmäßigkeiten. Auch neue Produkte sollen den Umsatz ankurbeln. Seit kurzem gibt es beispielsweise eine Smartphone-App, mit der man sein Fitness-Workout zusammenstellen kann. Nach den Schulferien sollen dann neue Reebok-Schuhe in die Läden kommen.

NEUE PRODUKTE - HOENEß-AFFÄRE

Auch für die anderen Marken sei die Pipeline gut gefüllt, betonte Hainer. Die ersten Adidas-Artikel zur WM in Brasilien bringt Adidas im dritten Quartal raus. 'Im Dezember kommt dann der offizielle Matchball und dann geht es Schlag auf Schlag weiter bis zum Sommer 2014', zählte er auf. 2013 soll der Konzernumsatz so währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich wachsen und der Überschuss auf 890 bis 920 Millionen Euro steigen.

Den Adidas-Konzern sieht Hainer von dem Steuerskandal um den Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, unberührt. Was die Regeln der guten Unternehmensführung angehe, sei Adidas absolut sauber, sagte er. Hainer sitzt im Aufsichtsrat der Bayern. Der Konzern ist zudem an dem Fußballclub beteiligt. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung gegen Hoeneß./she/zb/fbr

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