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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax leichter vor EZB-Sitzung

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Aktien haben am Donnerstag vor der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) über die weitere Geldpolitik überwiegend nachgegeben. Der Dax sank im frühen Handel um 0,46 Prozent auf 9582,24 Punkte. Zur Wochenmitte hatte der Dax - getrieben von der Hoffnung auf eine Entspannung des Ukraine-Konflikts - um 1,26 Prozent zugelegt. Für den MDax ging es am Donnerstag um 0,57 Prozent auf 16 148,12 Punkte nach unten. Der TecDax gewann hingegen 0,16 Prozent auf 1262,90 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 0,30 Prozent ein.

Die Erwartungen an die EZB sind zuletzt deutlich gestiegen. Dafür sprechen jüngste Aussagen von Präsident Mario Draghi und zunehmend düstere Konjunkturaussichten für die Eurozone. Die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB den Kauf von Kreditverbriefungen (ABS) ankündigen könnte, hat nach Einschätzung von Experten zugenommen. "Auch wir glauben, dass breit angelegte Anleihekäufe (QE) durch die EZB sehr wahrscheinlich geworden sind. Allerdings sprechen einige Punkte dagegen, dass die EZB diesen Schritt bereits heute beschließt", schrieb Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. Dies dürfte die QE-Spekulanten enttäuschen.

BILFINGER MASSIV UNTER DRUCK NACH ERNEUTER GEWINNWARNUNG

Wenig Impulse gaben überraschend starke Auftragsdaten für den Juli aus der deutschen Industrie. Sie hatte den Einbruch aus dem Juni mehr als wett gemacht. Aus konjunktureller Sicht steht am Nachmittag noch die Bekanntgabe von Arbeitsmarktdaten aus dem US-Privatsektor durch den Dienstleister ADP auf der Agenda. Sie gelten als Indikator für den am Freitag anstehenden, offiziellen Arbeitsmarktbericht.

Unter den Einzelwerten ragten die Aktien von Bilfinger mit einem Minus von fast zehn Prozent klar heraus. Der Bau- und Dienstleistungskonzern hatte am Vorabend die dritte Gewinnwarnung seit Ende Juni bekanntgegeben. Bilfinger senkte knapp einen Monat nach dem zweiten Mal und dem Rauswurf des damaligen Vorstandschefs Roland Koch erneut die Prognosen. Grund sind Probleme im Geschäft mit Energieunternehmen und dem Umbau der Industriesparte.

COMMERZBANK AN DAX-SPITZE - BASF AM ENDE

Commerzbank-Aktien stiegen an der Dax-Spitze um 0,76 Prozent. Das Geldhaus dürfte laut einem Medienbericht in den kommenden Wochen einen Vergleich mit den US-Behörden im Fall mutmaßlicher Verstöße gegen US-Handelssanktionen gegen den Iran schließen. Zwar liege die kolportierte Strafe von mindestens 650 Millionen US-Dollar etwas höher als in früheren Berichten, positiv sei aber das sich abzeichnende Ende des Falls, sagte ein Händler. Schwächster Dax-Wert waren zunächst BASF mit einem Verlust von 0,85 Prozent. Die Analysten der Credit Suisse haben die Aktie des Chemiekonzerns von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel um zehn auf 70 Euro reduziert.

Die Papiere der Software AG verteuerten sich um 1,67 Prozent und gehörten im TecDax zu den attraktivsten Werten. Laut einem Medienbericht hat sich der US-Softwareanbieter Tibco auf Druck eines Großaktionärs einigen Finanzinvestoren selbst zum Kauf angeboten. Tibco hatte dazu mitgeteilt, verschiedene strategische Optionen für die Zukunft des Unternehmens zu prüfen. Einem Händler zufolge sorgt dies für Fantasie in der Branche.

Nordex-Aktien rückten nach der Meldung über einen Auftrag aus der Türkei um 1,47 Prozent vor. Branchenexperten gehen von einem Auftragswert von rund 48 Millionen Euro aus. Am Vorabend von der Deutschen Börse angekündigte Indexveränderungen unterhalb des Dax sorgten kaum für Bewegung. Umgesetzt werden sie zum 22.September./edh/ag

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