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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Keine klare Richtung nach ifo-Index

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Aktienindizes haben am Dienstag keine einheitliche Richtung gefunden. Während der Dax 0,15 Prozent gewann auf 8.648,45 Punkte, bröckelte der MDax mittelgroßer Werte mit 0,08 Prozent auf 14.954,70 Punkte ins Minus. Der TecDax trat indes mit einem Plus von 0,01 Prozent auf 1.070,61 Punkte auf der Stelle. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich mit plus 0,33 Prozent am Vormittag freundlich.

Die Vorzeichen stehen aus Sicht vieler Händler allerdings auch angesichts der dünnen Nachrichtenlage auf eine Fortsetzung der laufenden Korrektur. Der Dax könnte den dritten Tag in Folge verlieren und sich weiter vom Rekordhoch vom Donnerstag bei 8.770 Punkten entfernen. Aus Asien kommt am Morgen Gegenwind, nachdem die Börsen in der Region den leichteren Trend der Wall Street aufgenommen haben. Marktstratege Chris Weston von IG sprach von Ermüdungserscheinungen in risikoreichen Anlagen wie Aktien.

Der Ifo-Geschäftsklima zeigte indes kaum Wirkung. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zwar unwesentlich verbessert, blieb damit aber etwas hinter den Markterwartungen zurück. Experte Ralf Umlauf von der Helaba kommentierte aber: 'Dies ist eine gute Nachricht. Die deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf und im dritten Quartal dürfte das Wachstum erneut robust ausfallen. Auf politischer Seite gilt es jetzt, zügig eine handlungsfähige Regierung zu bilden, um eine potenzielle Stimmungsbelastung aufgrund einer Hängepartie im Bund zu verhindern.' Am Nachmittag könnten US-Daten die Märkte nochmal bewegen, zudem stehen Reden von EZB-Mitgliedern an.

AUTOWERTE UND VERSORGER FAVORISIERT

Autowerte wurden europaweit favorisiert und standen auch mit BMW , deren Aktien sich um 1,20 Prozent verteuerten, an der Spitze im Dax. Händler sprachen von einer allgemein optimistischeren Grundstimmung in dem Sektor, der auch das europäische Branchenbarometer Stoxx 600 Autos & Parts als beste Branche nach oben schiebe. Analyst Christian Ludwig vom Bankhaus Lampe bestätigte: Grundsätzlich war der Tenor auf der IAA in Frankfurt, dass der Talboden in Europa jetzt erreicht sei, und es von nun an wieder langsam aufwärts gehen sollte. Daimler kletterten um 0,87 Prozent hoch, VW-Vorzüge um 0,78 Prozent.

Versorger stehen ebenfalls weiter im Fokus. Nach der am Vortag zunächst noch negativen Reaktion auf die Bundestagswahl mit einer bisher unklaren Regierungsbildung, knüpft der Sektor nun an seine Erholungsbewegung an. RWE-Aktien verteuerten sich um 1,00 Prozent. Die Anteile am größten Energiekonzern Eon legten 0,90 Prozent zu.

K+S rutschten dagegen um 2,39 Prozent ab. Bernstein-Analyst Jeremy Redenius blieb in einer aktuellen Studie skeptisch für den Düngemittelhersteller. Während Optimisten noch auf eine Wiederbelebung des russisch/weißrussischen Kartells und eine Stabilisierung des Kalipreises um 400 US-Dollar je Tonne setzten, spreche der Markt eine andere Sprache, so der Experte. Er sieht den Preis in Richtung der Herstellungskosten der Kasseler bei rund 300 US-Dollar fallen. Noch schwächer waren in dem Leitindex zuletzt nur Commerzbank-Aktien mit minus 2,56 Prozent./fat/ag

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