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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Nervosität vor US-Zinsentscheid nimmt zu

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch keine klare Richtung eingeschlagen. Der Dax drehte nach einem freundlichen Start schnell in die Verlustzone und gab im frühen Handel zuletzt um 0,18 Prozent auf 11 790,38 Punkte nach.

Die Nervosität nehme zu, hieß es am Markt. Insgesamt aber wird der am Abend anstehenden Fed-Sitzung eher optimistisch entgegen gesehen. Von einer in Kürze anstehenden Zinsanhebung in den Vereinigten Staaten geht kaum einer aus - damit könnten die Märkte weiterhin von der Geldflut profitieren.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax sank im frühen Handel um 0,31 Prozent auf 20 851,77 Punkte, während sich der Technologiewerte-Index TecDax mit plus 0,05 Prozent auf 1648,50 Punkten kaum verändert zeigte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,27 Prozent.

ERSTER ZINSSCHRITT AUCH NOCH NICHT IM JUNI ERWARTET

Infolge der Finanzkrise hatten die Notenbanken, allen voran die Fed, die Zinsen auf ein Rekordtief gesenkt und die Geldschleusen zur Ankurbelung der Wirtschaft weit geöffnet. Die so entfesselte Geldflut hat die Börsen seither kräftig nach oben getrieben und mangels Anlagealternativen Rekordläufe ausgelöst. Nun wird gewartet, wann die Fed die erste Leitzinsanhebung seit Sommer 2006 bekannt gibt.

Nachdem die US-Konjunkturdaten zuletzt eher negativ aufgefallen waren, rechnen weder die Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank noch Analyst Thomas Amend von HSBC Trinkaus & Burkhardt mit einer Neueinschätzung der Fed zur Ausrichtung ihrer Geldpolitik. Auch andere Experten gehen nicht mehr von einem sogenannten Zinsschritt bereits im Juni aus.

VW ÜBERRASCHT MIT ZAHLENVORLAGE

Unter den Einzelwerten standen vor allem Unternehmen mit Quartalsbilanzen im Fokus. Dabei überraschte vor allem Volkswagen (VW) positiv. Im ersten Quartal hatte der Wolfsburger Autobauer die Analystenerwartungen bei Umsatz und Ergebnis übertroffen, was der Aktie ein Plus von 0,67 Prozent bescherte. Durch die Blume ist das Management, wie Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner sagte, auch auf Ferdinand Piechs Angriff gegen VW-Chef Martin Winterkorn eingegangen und habe teilweise Schwächen auf den Absatzmärkten eingeräumt. Vor wenigen Tagen erst hatte der VW-Patriach Piech jedoch eine Schlappe erlitten und seinen Posten als Aufsichtsratschef geräumt.

In der zweiten Reihe konnten nur die Aktien der Software AG von vorgelegten Quartalszahlen, aber auch der Ankündigung eines Aktieneinzugs profitieren. Sie gewannen im TecDax 1,28 Prozent.

DRÄGERWERK UND ELRINGKLINGER SORGEN FÜR ENTTÄUSCHUNG

Der Medizintechnikkonzern Drägerwerk meldete für das erste Jahresviertel einen Verlust und eine gesunkene Marge beim operativen Ergebnis (Ebit-Marge), was die Aktie um 8,57 Prozent einbrechen ließ. Beim Hightech-Maschinenbauer Manz Automation kam eine am Vorabend bekannt gegebene Kapitalerhöhung zwecks eines möglichen Zukaufs nicht gut an. Das Papier sank um 2,27 Prozent.

Im MDax litten ElringKlinger mit minus 6,27 Prozent darunter, dass der Autozulieferer sein Jahresziel für den operativen Gewinn senkte./ck/das

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