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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Schwach - Unsicherheit um Syrien - Ifo-Index

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die anhaltenden Sorge um eine militärische Intervention in Syrien hat den Dax am Dienstag stark belastet. Unerwartet positive Konjunkturdaten aus Deutschland konnten den Rücksetzer nicht ausbremsen. Der deutsche Leitindex fiel im frühen Handel um 1,42 Prozent auf 8.315,15 Punkte. Für den MDax ging es um 1,25 Prozent auf 14.624,88 Punkte nach unten, und der TecDax gab um 1,29 Prozent auf 1.032,33 Punkte nach. Auch an den europäischen Börsen trübte sich die Stimmung ein: Der Leitindex EuroStoxx 50 stand 1,59 Prozent tiefer bei 2.776,73 Punkten.

SYRIEN BELASTET

Risiken wie vor allem die Entwicklung in Syrien lasteten auf Aktien und die Märkte liefen in eine Korrektur, sagte Stratege Chris Weston vom Broker IG. Nach dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz in dem Bürgerkriegsland erwägen die USA einem Zeitungsbericht zufolge einen bis zu zwei Tage dauernden Militärschlag.

Derweil hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im August den vierten Monat in Folge aufgehellt und den höchsten Wert seit etwa anderthalb Jahren erreicht. Das Ifo-Geschäftsklima stieg unerwartet deutlich um 1,3 Punkte auf 107,5 Punkte. Das Signal einer konjunkturellen Trendwende werde damit zwar untermauert, meinte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen. Bezüglich der Europäischen Zentralbank aber sollten die Zinssenkungserwartungen weiter gedämpft werden.

THYSSENKRUPP SEHR SCHWACH

Die Aktien von ThyssenKrupp fielen um 2,60 Prozent auf 15,905 Euro. Das japanische Analysehaus Nomura hatte die Kaufempfehlung für die Anteilsscheine des Industriekonzerns gestrichen. Das Aufwärtspotenzial sei angesichts der Risiken im Zusammenhang mit der amerikanischen Stahlsparte und der finnischen Outokumpu-Beteiligung begrenzt, schrieb Analyst Neil Sampat.

Zu den schwächsten Werten zählten die Titel der Lufthansa mit minus 2,01 Prozent. Sie litten unter dem hohen Ölpreis, der von den Presseberichten über einen bevorstehenden Militärschlag der USA gegen Syrien angetrieben wurde.

K+S EINZIGER GEWINNER IM DAX

Die Aktien von K+S aber stiegen als einziger Gewinner im Dax um 0,36 Prozent auf 19,33 Euro und bauten damit ihre deutlichen Vortagesgewinne aus. Händler verwiesen auf den offenbar eskalierenden Streit zwischen Russland und Weißrussland wegen Kalidünger. Weißrussische Behörden planten nun einem Medienbericht zufolge, Vermögenswerte des russischen Kaliproduzenten Uralkali zu konfiszieren. Zuvor war der Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner in der weißrussischen Hauptstadt Minsk festgenommen worden. Hintergrund des Konflikts ist der überraschende Ausstieg von Uralkali aus einer Vertriebspartnerschaft mit Belaruskali. Der Schritt hatte Ende Juli die gesamte Branche aufgeschreckt und Spekulationen über einen scharfen Preisrutsch ausgelöst. Die K+S-Aktien waren vor diesem Hintergrund massiv unter Druck geraten, konnten sich zuletzt vom Zwischentief bei 15,02 Euro aber auch schon wieder steil erholen.

Analystenkommentare sorgten im MDax für Gesprächsstoff. So fielen die Titel von Rational als einer der schwächsten Werte im Index um 2,74 Prozent. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hatte die Papiere des Großküchengeräte-Herstellers zum Verkauf empfohlen. Nach einer Kaufempfehlung von Merrill Lynch wiederum hielten sich die Papiere des Damenmodeherstellers Gerry Weber mit einem Minus von 0,55 Prozent besser als der Gesamtmarkt. Analyst Tushar Jain begründete seine Einschätzung unter anderem mit dem steigenden Verbrauchervertrauen in Deutschland./la/ag

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