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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Verluste nach Rekordjagd

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der jüngsten Rekordjagd hat der Dax am Dienstag nachgegeben. Verhaltene Vorgaben und erneute Spekulationen um Zeitpunkt und Umfang einer Straffung der konjunkturstützenden US-Geldpolitik dürften für Gewinnmitnahmen sorgen, schrieb Investmentanalystin Antje Laschewski von der Landesbank Daden-Württemberg (LBBW).

Bis kurz vor Ende der ersten Handelsstunde sank der deutsche Leitindex um 0,39 Prozent auf 9.189,70 Punkte. Zum Wochenauftakt hatte er sowohl im Verlauf als auch auf Schlussbasis neue Rekordhochs markiert. Der MDax verlor am Dienstagmorgen 0,49 Prozent auf 16.135,53 Punkte, während der TecDax um 0,66 Prozent auf 1.149,68 Punkte nachgab. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,66 Prozent auf 3.060,85 Punkte nach unten.

NEW YORKER NOTENBANKCHEF OPTIMISTISCH FÜR US-KONJUNKTUR

LBBW-Expertin Laschewski verwies auf Berichte, denen zufolge sich der Chef der New Yorker Notenbank, William Dudley, optimistischer als bisher über die amerikanischen Konjukunkturaussichten geäußert hat. Als weitere Kursbelastung sah Aktienhändler Darren Clarke vom Broker Gekko, dass der Starinvestor Carl Icahn sich angesichts der nun erreichten Kursniveaus zuletzt vorsichtig gezeigt habe. Deshalb seien die US-Börsen am Vortag etwas von ihren Hochs zurückgefallen.

Aus Übersee kam entsprechend keine Unterstützung für den deutschen Aktienmarkt: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,27 Prozent unter seinem Stand zum Xetra-Schluss am Montag, und die asiatischen Börsen gaben mehrheitlich etwas nach. Auf dem Konjunkturkalender stehen am späteren Vormittag die ZEW-Konjunkturerwartungen.

S&P-ABSTUFUNG BELASTET K+S - EASYJET-ZAHLEN HELFEN LUFTHANSA

Am Dax-Ende büßten die Aktien von K+S 2,98 Prozent ein, nachdem die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Bonität für den Salz- und Düngerhersteller gesenkt hatte. Angesichts des unverändert negativen Ausblicks droht dem Konzern eine weitere Herabstufung. S&P begründete den Schritt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass die Kalipreise in den kommenden Jahren relativ niedrig bleiben dürften. Dagegen verhalfen starke Zahlen von Easyjet den Lufthansa-Titeln zu Kursgewinnen von 0,59 Prozent.

Mit plus 0,13 Prozent wenig bewegt zeigten sich die Aktien der Deutschen Börse , nachdem das Wall Street Journal' (WSJ) über ein Interesse am Konkurrenten Euronext berichtet hatte. Außerdem sollen mit der London Stock Exchange (LSE) und Nasdaq OMX zwei weitere Akteure für die europäische Sparte der transatlantischen Börse NYSE Euronext bieten wollen. Die New Yorker Börse muss sich nach ihrer Übernahme durch den US-Rivalen Intercontinental Exchange (ICE) von der Euronext trennen. Sie will diese nach eigenen Angaben an die Börse bringen, könnte laut WSJ aber auch versuchen, einen Käufer zu finden. Im vergangenen Jahr war der Frankfurter Versuch einer Fusion mit der NYSE Euronext bereits einmal geplatzt.

DEUTSCHE WOHNEN SCHWÄCHER: WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN

Im MDax büßten die Aktien von Deutsche Wohnen 1,74 Prozent ein. Der Immobilienkonzern beschloss die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen sowie ein Angebot zum Kauf der ausstehenden Wandelschuldverschreibungen von Konkurrent GSW Immobilien , der vor der Übernahme durch Deutsche Wohnen steht. Die von Deutsche Wohnen gebotene Verzinsung und die Wandlungsprämie von 30 bis 35 Prozent über dem maßgeblichen Referenzkurs zeigten die Finanzstärke des Unternehmens, kommentierte ein Börsianer. Die GSW-Aktien verloren 1,16 Prozent.

Im TecDax gaben die Aktien von Wirecard nach endgültigen Quartalszahlen des Zahlungsabwicklers um 0,65 Prozent nach. Commerzbank-Analystin Heike Pauls sah die vorgelegten Neunmonatsergebnisse weitgehend im Einklang mit den vorab veröffentlichten Eckdaten. Mit dem präzisierten Ausblick für das operative Ergebnis (EBITDA) nicht ganz an die Spitze zu gehen, macht aus ihrer Sicht wegen der wohl etwas höheren Anlaufkosten für m-Payment Sinn./gl/ag

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