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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax bleibt dank Bernanke im Aufwind

FRANKFURT (dpa-AFX) - US-Notenbankpräsident Ben Bernanke hat den Dax am Donnerstag im Aufwind gehalten. Er sorgte mit der erneuten Zusicherung 'sehr expansiver Geldpolitik für absehbare Zeit' bei den Anlegern für weiter gute Laune. Bis zum Handelsschluss kletterte der deutsche Leitindex um 1,14 Prozent auf 8158,80 Punkte. Auf Wochensicht liegt er damit bislang rund viereinhalb Prozent im Plus. Der MDax stieg am Donnerstag um 0,44 Prozent auf 14 000,52 Punkte. Für den TecDax ging es um 1,55 Prozent auf 986,72 Punkte nach oben.

Analysten von Barclays hielten die Euphorie mit Blick auf die Bernanke-Äußerungen jedoch für übertrieben - sie dürften nichts daran ändern, dass die US-Notenbank ihre Anleihekäufe im Laufe des Jahres einschränken werde. Die Anleger ließen sich in ihrer guten Stimmung aber nicht beirren, auch nicht von einer eher schwachen Nachfrage bei einer Anleiheauktion im Krisenland Italien oder von US-Daten.

LANXESS AN DER DAX-SPITZE

Im Dax gab es mit den Aktien des Automobilzulieferers Continental mit minus 0,09 Prozent nur einen Verlierer. Die Papiere der Lufthansa bewegten sich mit einem Plus von 0,03 Prozent kaum von der Stelle. Der weiter nach oben galoppierende Ölpreis hatte die Titel der Fluggesellschaft im Zaum gehalten. An der Spitze erholten sich derweil die Lanxess-Aktien um 3,72 Prozent. Die Spezialchemietitel waren in den vergangenen dreißig Tagen gemeinsam mit Commerzbank -Anteilen die schwächsten im Leitindex und holten nun weiter auf.

Die Aktien von Praktiker ragten im freundlichen Markt mit einem Kurseinbruch von 64,86 Prozent umso deutlicher heraus. Die Baumarktkette hatte wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit Insolvenzverfahren für acht Tochterfirmen in Deutschland beantragt. 'Der Kampf ist vorbei', kommentierte Analyst Christian Schwenkenbecher von der Privatbank Hauck & Aufhäuser. Da verbleibende Vermögenswerte wie die Tochter Max Bahr bei Gläubigern als Sicherheit hinterlegt worden seien, bleibe für die Aktionäre nichts übrig. Papiere der Hornbach Holding sprangen indes um 5,31 Prozent an.

DEUTSCHE ANNINGTON MIT ERFOLGREICHEM BÖRSENDEBUT

Erfolgreich verlief im zweiten Anlauf der Börsengang von Deutsche Annington . Nachdem die Wohnungsgesellschaft den Preis der Aktie deutlich auf 16,50 Euro herabgesetzt hatte, starteten die Papiere mit 17,10 Euro in den Handel und beendeten gar bei 17,55 Euro den Tag.

Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 stieg zum Handelsschluss um 0,81 Prozent auf 2.681,32 Punkte. Auch der CAC 40 in Paris und der Londoner 'Footsie' legten zu. Am US-Aktienmarkt kletterte der Dow Jones zum europäischen Börsenschluss um 0,92 Prozent nach oben.

EURO STEIGT

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,32 Prozent am Vortag auf 1,31 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,08 Prozent auf 134,19 Punkte nach. Der Bund Future rückte indes um 0,30 Prozent auf 142,89 Punkte vor. Der Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3044 (Mittwoch: 1,2813) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7666 (0,7805) Euro./la/he


Von Lutz Alexander, dpa-AFX

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28.07.2014, 12:02, Xetra

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