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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt erstmals über 9300 Punkten

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Erfreuliche Konjunkturdaten aus den USA und Deutschland sowie der vereinbarte Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD haben dem Dax am Mittwoch in neue Höhen steigen lassen. Am Nachmittag erreichte der Leitindex einen Rekord bei 9363,48 Punkten. Mit plus 0,66 Prozent bei 9351,13 Punkten ging er auf dem höchsten bisher erreichten Stand aus dem Handel. Der MDax legte um 0,34 Prozent auf 16 245,83 Punkte zu. Der TecDax gewann 0,19 Prozent auf 1149,94 Punkte.

'Vor allem die guten Konjunkturdaten aus den USA und Deutschland mit seinem Konsumklima haben für Hochstimmung am Markt gesorgt', sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank . Das Zustandekommen eines Koalitionsvertrages in Berlin stützte allenfalls, wie Börsianer sagten. In den USA hatte sich im November die Stimmung der Einkaufsmanager in der wichtigen Wirtschaftsregion Chicago weniger als erwartet eingetrübt. Zudem überraschten die wichtigen Frühindikatoren für Oktober positiv. In Deutschland hatte das GfK -Konsumklima darüber hinaus den höchsten Wert seit mehr als sechs Jahren erreicht.

POST AN DAX-SPITZE

Als Tagessieger im Dax kletterte die Post-Aktie mit plus 3,48 Prozent an die Indexspitze. Die Aktien von HeidelbergCement profitierten mit plus 1,42 Prozent von einer positiven Studie der Privatbank Berenberg. Die FMC -Aktien hingegen waren nach ihrem kräftigen Kurssprung am Montag nun Schlusslicht mit minus 0,87 Prozent. Zu Wochenbeginn hatte die US-Krankenkasse Medicare einen für 2014 geplanten Einschnitt bei den Erstattungen für Dialysebehandlungen verschoben.

Im Zuge einer Kapitalerhöhung büßten die Nordex -Papiere am TecDax-Ende um 5,10 Prozent ein. Der Windkraftanlagenbauer spülte mit dem Verkauf von 7,35 Millionen Aktien zu jeweils 10 Euro 73,5 Millionen Euro frisches Geld in seine Kassen. Die Papiere von Vossloh reagierten im SDax mit einem Abschlag von 4,58 Prozent negativ auf einen umfangreichen Anteilsverkauf der Gründerfamilie. Rund 22 Prozent der Aktien wurden bei Institutionellen platziert. Der Preis soll bei 68 Euro je Aktie gelegen haben und damit am unteren Ende der anvisierten Spanne.

STÜHLERÜCKEN IN MDAX UND SDAX

Wegen des übernahmebedingten Ausscheidens von GSW Immobilien aus dem MDax wurden zudem in den Indizes für mittelgroße und kleine Unternehmen der Dax-Familie Stühle gerückt. So stiegen die Papiere des Kohlestoffspezialisten SGL vom SDax wieder in den MDax auf, wo sie 0,76 Prozent verloren. Damit gaben sie einen Teil ihrer Gewinne seit Bekanntgabe der Index-Änderungen wieder ab. Den im SDax frei gewordenen Platz nahmen die Vorzugspapiere des Keramikherstellers Villeroy & Boch ein, die um 1,43 Prozent zulegten.

Der EuroStoxx 50 ging mit einem Aufschlag von 0,65 Prozent auf 3082,65 Punkten aus dem Handel. Die Börsen in London und Paris legten nicht ganz so deutlich zu. In den USA ging es für den Leitindex Dow Jones nur um 0,11 Prozent nach oben, während die Nasdaq-Börsen jeweils um rund 0,4 Prozent zulegten.

BUND-FUTURE FÄLLT

Am deutschen Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,38 (Vortag: 1,39) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 133,96 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,17 Prozent auf 141,41 Punkte. Der Euro gab bis zum Abend wieder etwas nach auf 1,3563 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3596 (1,3547) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7355 (0,7382) Euro./ck/he


Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX

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