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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax unter 12 000 Punkte - Gewinnmitnahmen

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Dienstag wieder unter die Marke von 12 000 Punkten gefallen. Trotz guter heimischer Konjunkturdaten gab der deutsche Leitindex sukzessive nach. Am Ende ging das Börsenbarometer 1,54 Prozent schwächer bei 11 980,85 Punkten aus dem Handel. Am Montag hatte der Dax noch dank der Geldflut der Europäischen Zentralbank um gut 2 Prozent zugelegt und damit seine mehr als neunwöchige Gewinnserie fortgesetzt. Die Versuchung für die Anleger sei hoch, nach den vergangenen Kursanstiegen Kasse zu machen, erklärte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG.

Der MDax der mittelgroßen Werte fiel am Dienstag um 1,89 Prozent auf 20 714,47 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 2,15 Prozent auf 1637,10 Punkte nach unten.

EXPERTEN UNEINIG ÜBER DAX-ENTWICKLUNG

Über die weitere Entwicklung sind sich Beobachter uneins. IG-Experte Shamu geht nicht davon aus, dass der von der EZB getriebene Aufwärtstrend schon vorbei sein muss. Investoren könnten geradezu auf kleinere Rückschläge warten, um Aktien zu kaufen. Vorsichtiger äußerte sich Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin "Index-Radar": "Aktuell befinden sich nicht nur einzelne Papiere auf einem stark überkauften Niveau, sondern der Gesamtmarkt." Dies ergebe "eine durchaus explosive Ausgangslage, bei der Anleger nun sehr vorsichtig sein sollten".

Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten hatten sich im März indes erneut aufgehellt. Wegen der Geldschwemme der EZB, der Rekordjagd am Aktienmarkt, eines günstigen Eurokurses und des billigen Rohöls hatten die Umfragewerte des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung weiter zugelegt und den höchsten Stand seit Februar 2014 erreicht. Bankvolkswirte hatten allerdings mit einem noch stärkeren Anstieg gerechnet.

DAIMLER AM DAX-ENDE

Bei den Einzelwerten stachen am Dax-Ende Daimler mit minus 4,26 Prozent auf 91,71 Euro heraus. Die schweizerische Großbank UBS hatte wegen der bereits hohen Bewertung empfohlen, die Titel des Autobauers zu verkaufen. Dagegen eroberten die in diesem Jahr bislang schlecht gelaufenen Lufthansa -Titel mit plus 1,79 Prozent die Index-Spitze - obwohl die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ihre Mitglieder dazu aufgerufen hatte, am Mittwoch auf den innerdeutschen Kurz- und Mittelstrecken den Betrieb lahmzulegen.

Im MDax ging es für Hugo Boss um 3,29 Prozent bergab. Der Finanzinvestor Permira hatte seinen Komplettausstieg beim Modekonzern angekündigt.

VERLUSTE AUCH IM EUROSTOXX

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,93 Prozent auf 3672,16 Punkte. Etwas weniger stark nach unten ging es für den CAC-40-Index in Paris, wohingegen der FTSE-100-Index in London dank der stark gewichteten Ölwerte ein wenig zulegte. Der Leitindex Dow Jones Industrial stand zum Handelsschluss in Europa 0,76 Prozent tiefer.

Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 140,12 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,08 Prozent auf 157,59 Punkte. Der Euro gab wieder etwas nach und stand zuletzt bei 1,0593 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,0635 (Montag: 1,0557) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9403 (0,9472) Euro./la/he


Von Lutz Alexander, dpa-AFX

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08.07.2015, 08:32, BNP Paribas Indikation

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