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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Schwache US-Börsen drücken ins Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Schwache US-Börsen haben am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zu Verlusten geführt. Nach einem zuvor richtungslosen Feiertagshandel kam erst mit dem Start in New York Bewegung in die Indizes. Ohnehin bleibt der Haushaltsstreit in den Staaten an den Märkten das dominierende Thema, wie Börsianer sagten. Der Dax fiel nach zuvor geringen Schwankungen mit der schwachen Eröffnung an den US-Märkten ins Minus und schloss 0,37 Prozent niedriger bei 8.597,91 Punkten. Der MDax mittelgroßer Werte verlor 0,09 Prozent auf 15.112,84 Punkte. Der TecDax sank um 0,14 Prozent auf 1.093,58 Punkte.

Das Hauptthema am Markt blieb der Etatstreit in den USA. US-Präsident Barack Obama hatte gewarnt, dieser Streit sei nicht das übliche politische Haushaltsgerangel. Das habe an den Märkten für die Befürchtung gesorgt, bei den heraufziehenden Verhandlungen um die Schuldenobergrenze könne es tatsächlich zu einem teilweisen Zahlungsausfall kommen, kommentierte Marktstratege Ishaq Siddiqi vom Broker ETX Capital. Anleger hielten sich mit riskanten Investitionen daher zurück. Bei den wie erwartet ausgefallenen US-Zahlen zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe regten sich die deutschen Indizes kaum - dafür aber nach den ISM-Einkaufsmanagerdaten aus dem Dienstleistungssektor der größten Volkswirtschaft der Welt. Sie waren überraschend deutlich gefallen, was Händlern zufolge auf die Stimmung drückte.

K+S AN DAX-SPITZE - MEDIENBERICHT

Nach den etwas niedriger als erwartet ausgefallenen wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA regten sich die Indizes kaum - dafür aber nach den ISM-Einkaufsmanagerdaten aus dem Dienstleistungssektor der größten Volkswirtschaft der Welt. Sie waren überraschend deutlich gefallen, was Händlern zufolge auf die Stimmung drückte.

Aktien von K+S setzten sich mit plus 2,85 Prozent an die Dax-Spitze. Die Papiere des Düngemittelherstellers profitierten damit von einem Medienbericht, wonach ein großes Aktienpaket des russischen Kali-Weltmarktführers Uralkali an heimische Käufer gehen soll. Kreisen zufolge will der Kreml auch das Preiskartell mit dem weißrussischen Staatskonzern Belaruskali wiederbeleben. Der Ausstieg von Uralkali hatte Ende Juli wegen des drohenden Preiskriegs für massive Verwerfungen am Kalimarkt gesorgt. Titel der Commerzbank waren im Dax mit 2,09 Prozent die größten Verlierer.

HOCHTIEF VON VORTAGESABSTURZ ETWA ERHOLT

Hochtief -Titel erholten sich um 2,33 Prozent. Sie waren am Vortag wegen australischer Medienberichte zu mutmaßlicher Korruption bei der Tochter Leighton schwer in Mitleidenschaft geraten und hatten knapp acht Prozent verloren. Die Aktien der RTL Group gaben 1,53 Prozent ab. Großaktionär Bertelsmann hat seinen Bestand an RTL-Aktien um zwei Millionen Anteilscheine verringert. Nach dem Verkauf hält Bertelsmann mit 75,1 Prozent immer noch eine satte Mehrheit an der Fernsehgruppe.

In der Eurozone gaben die Börsen ebenfalls nach: Der EuroStoxx 50 schloss bei 2.902,12 Punkten und damit um 0,55 Prozent tiefer. In Paris gab es ebenfalls Verluste. In London ging es hingegen knapp aufwärts. In den USA fiel der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,95 Prozent.

EURO AUF ACHTMONATSHOCH

Wegen des bundesweiten Feiertags wurde die Umlaufrendite börsennotierter Wertpapiere von der Bundesbank am Donnerstag nicht berechnet. Der Bund-Future mit Laufzeit Dezember gewann 0,14 Prozent auf 140,33 Punkte. Der Euro erreichte am Morgen ein Achtmonatshoch und notierte zuletzt bei 1,3639 Dollar. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,3603 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3515 (Dienstag: 1,3554) Dollar festgesetzt./men/he


Von Marco Engemann, dpa-AFX

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