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ROUNDUP: Netflix und einige Kinos zeigen 'Beasts of No Nation'

dpa-AFX

LOS ANGELES (dpa-AFX) - Außergewöhnlicher Doppel-Start: Der preisgekrönte Kindersoldatenfilm "Beasts of No Nation" von Cary Fukunaga ("True Detective", "Sin Nombre") ist am Freitag gleichzeitig beim Streamingdienst Netflix und in einigen Kinos in Großbritannien und den USA angelaufen. Damit können jetzt die weltweit etwa 70 Millionen Abonnenten von Netflix - auch in Deutschland - den Spielfilm abrufen.

Genau das hat in den USA Wirbel verursacht. Nach einem Bericht von "Spiegel Online" haben vier große Kinoketten - Regal Entertainment, Cinemark, Carmike und AMC - sowie der Bundesverband der Kinoeigentümer NATO angekündigt, "Beasts of No Nation" zu boykottieren. Dennoch fanden sich in den USA und in Großbritannien Kinos, die ihn zeigen. In Deutschland ist das aber nicht der Fall.

Netflix ("House of Cards") kaufte im Frühjahr für zwölf Millionen Dollar die Rechte an dem rund sechs Millionen Dollar teuren Independent-Drama um einen Kindersoldaten in Afrika. Damit bringt das Unternehmen seinen ersten Spielfilm auf den Markt.

"Beasts of No Nation" ist bereits auf Filmfestivals gelaufen und wird als möglicher Oscar-Kandidat gehandelt. Im September bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig wurde der Teenager Abraham Attah aus Ghana, der einen traumatisierten Kindersoldaten spielt, als bester Jungdarsteller ausgezeichnet.

Der 38 Jahre alte US-Regisseur Fukunaga, der für seine gefeierte Fernsehserie "True Detective" einen Emmy gewann, lässt einen kleinen Jungen durch ein Bürgerkriegsgebiet irgendwo in Afrika irren. Erst wird er von seiner Mutter getrennt, dann bringen Soldaten seinen Vater und Bruder um. Als die Rebellen ihn schließlich aufgreifen, bilden sie ihn zum Soldaten aus. Der Brite Idris Elba spielt den brutalen Rebellenführer.

Netflix habe ihm viel künstlerische Freiheiten eingeräumt, sagte Fukunaga dem Branchenportal "Variety". Es sei ihm sehr wichtig gewesen, dass der Film auch im Kino startet. Netflix habe aber den Vorteil, dass der Dienst nicht auf die Kinokasseneinnahmen angewiesen sei. Das Unternehmen finanziert sich durch seine zahlenden Nutzer./mub/DP/fbr

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