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ROUNDUP: Software AG forciert Umbau - Aktie legt deutlich zu

DARMSTADT (dpa-AFX) - Die Software AG treibt ihre Ausrichtung zu einem Produkthersteller voran. Das margenschwache Beratungsgeschäft fährt der Konzern weiter zurück. Verkauf und Wartung von Software gewinnen damit an Gewicht. Nachdem sich der zweitgrößte deutsche Softwarehersteller 2013 bereits vom SAP-Beratungsgeschäft in Nordamerika und Osteuropa getrennt hatte, fanden die Darmstädter mit der Scheer Group aus Saarbrücken nun auch einen Käufer für den Teil in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie sie am Dienstag mitteilten.

Am Markt kam das gut an. Die im TecDax notierte Aktie legte bis zum Mittag knapp drei Prozent auf 27,02 Euro zu - daran änderte auch die leicht gesenkte Prognose für den operativen Gewinn nichts. Die Trennung vom Rest des SAP-Geschäfts unterstütze das Geschäftsmodell des Unternehmens, sich auf die profitableren Bereiche wie den Verkauf von Prozess-Software oder Datenbanken zu konzentrieren, hieß es in einer Studie der Bank Hauck & Aufhäuser (H&A). Die Aktie ist nach Einschätzung des H&A-Experten Lars Dannenberg klar unterbewertet. Er bestätigte daher seine Kaufempfehlung und das Kursziel von 32 Euro.

Über den Verkaufspreis machte das Unternehmen keine Angaben. Analysten schätzten ihn auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Da der Bereich zuletzt profitabel war und weitere Zuwächse erwartet wurden, musste die Software AG die Prognose für das operative Ergebnis im Konzern senken. Beim um Sondereffekte wie Abschreibungen oder Abfindungen bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet der Vorstand nun einen Anstieg um zwei bis sieben Prozent. Bislang hatte das Unternehmen ein Plus von vier bis zehn Prozent in Aussicht gestellt. 2013 war das operative Ergebnis um knapp 13 Prozent auf 260,7 Millionen Euro gefallen.

Der zum Verkauf stehende Bereich hatte zuletzt 500 Mitarbeiter. 2013 erzielte er einen Umsatz in Höhe von 64 Millionen Euro und steuerte damit rund ein Viertel zum schrumpfenden Consultingbereich sowie knapp sieben Prozent zum Konzernumsatz bei. Die Software AG beschäftigte zuletzt 5238 Mitarbeiter. Umsatz, Gewinn und Marge gingen im vergangenen Jahr zurück. Zumindest bei der Marge soll es 2014 wieder aufwärts gehen.

Das Geschäft mit Beratung im SAP-Umfeld war seit der Übernahme des Konkurrenten IDS Scheer 2009 ein Teil des Konzerns. Mit dem jetzt angekündigten Verkauf, der im zweiten Quartal abgeschlossen werden soll, geht dieser Bereich gewissermaßen an seinen Ursprung zurück. Gründer der Scheer Group ist August Wilhelm Scheer. Er hatte bereits die IDS Scheer gegründet./zb/enl/fbr

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