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ROUNDUP: Solide US-Daten geben Zinserwartungen wieder etwas Auftrieb

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gute Arbeitsmarktdaten und ein zumindest stabiles Preisniveau haben den Erwartungen einer baldigen Zinswende in den USA wieder etwas Auftrieb gegeben. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist nach Daten vom Donnerstag im Vierwochenschnitt auf den niedrigsten Stand seit über 40 Jahren gefallen. Zudem ist eine von Ökonomen erwartete negative Teuerungsrate ausgeblieben, das Preisniveau blieb unverändert. Der Dollar legte daraufhin zu, der Euro wurde im Gegenzug geschwächt.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche um 7000 auf 255 000 zurückgegangen, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Die Zahl überraschte, denn Bankvolkswirte hatten mit einem Anstieg gerechnet. Der aussagekräftigere Vierwochenschnitt fiel um 2250 auf 265 000 und landete damit auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 1973. Das spiegelt die gute Verfassung des Arbeitsmarkts wider.

Das Ministerium veröffentlichte auch Daten zur Inflation. Demnach hat das allgemeine Preisniveau im September im Jahresvergleich stagniert. Das überraschte positiv, weil Experten sogar mit einem leichten Preisrückgang um 0,1 Prozent gerechnet hatten. Im August hatte die Inflationsrate noch mit 0,2 Prozent etwas über der Nulllinie gelegen. Seit Jahresbeginn liegt die Teuerungsrate in den USA in der Nähe der Nullmarke. Im Monatsvergleich sanken die Verbraucherpreise im September laut Ministerium um 0,2 Prozent. Damit hatten Bankvolkswirte gerechnet.

Etwas schlechter als erwartet fiel die Stimmung in der Industrie des US-Bundesstaats New York aus. Der zeitgleich mit den Daten des Arbeitsministeriums von der regionalen Notenbank von New York veröffentlichte Empire-State-Index stieg im Oktober von minus 14,67 Punkten im Vormonat auf minus 11,36 Zähler. Analysten hatten dagegen im Mittel mit einem Anstieg auf minus 8,0 Punkte gerechnet. Der Index misst die Geschäftstätigkeit der Industrie im Staat New York. Er gilt als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in den gesamten USA. Ein Wert unter Null Punkten signalisiert ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivität. Positive Werte weisen dagegen auf Wachstum hin.

Ungeachtet der etwas enttäuschenden Stimmungsdaten aus New York hätten die Inflationsdaten zusammen mit den guten Zahlen vom Arbeitsmarkt die Erwartungen einer Zinswende durch die US-Notenbank Fed wiederbelebt, meinte Ralf Umlauf, Experte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Der Grund: "Die Inflation bleibt sehr gering, aber die Kernteuerung legt unerwartet deutlich zu."

Die Fed peilt eine Inflation von zwei Prozent an. Dass die allgemeine Teuerungsrate seit Monaten weit davon entfernt ist, liegt wesentlich an den stark gesunkenen Ölpreisen. Die Kernjahresrate, ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel, lag im September bei 1,9 Prozent und damit etwas höher als im Vormonat, in dem 1,8 Prozent verzeichnet worden waren. Volkswirte hatten einen unveränderten Wert erwartet. Im Monatsvergleich stieg der Kernindex um 0,2 Prozent. Ökonomen hatten mit einem etwas schwächeren Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet.

Die Marktreaktionen zeigen, dass die Anleger nach den Zahlen eine baldige Zinswende für etwas wahrscheinlicher halten als bisher. Der Dollar legte zu. Der Euro durchbrach im Gegenzug die Marke von 1,14 US-Dollar nach unten und lag zwischenzeitlich bei 1,1370 Dollar. Die Kurse deutscher Anleihen gaben nach./tos/bgf

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