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ROUNDUP: Starker Euro und schwache Fracht bremsen Lufthansa im Sommer

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein verlustreiches Frachtgeschäft und der starke Euro haben die Lufthansa auf ihrem Sanierungskurs im Sommer gebremst. Während das Passagiergeschäft dank deutlicher Einsparungen mehr Gewinn abwarf, lieferte Lufthansa Cargo rote Zahlen ab. Die geplante Gewinnsteigerung ist für die Sparte damit in diesem Jahr passé. Für das traditionell starke Schlussquartal rechnet der Vorstand aber wieder mit mehr Geschäft und will die Frachtkapazität um sechs Prozent ausweiten, wie das Unternehmen bei Vorlage des Quartalsberichts am Donnerstag ankündigte.

Die Lufthansa-Aktie reagierte nach einem kurzen Kurssprung mit Verlusten auf die Nachrichten. Nach der ersten Handelsstunde lag das Papier mit 1,29 Prozent im Minus bei 14,495 Euro und gehörte damit zu den schwächsten Werten im Dax . Die Lufthansa hatte die ersten Eckdaten zum dritten Quartal bereits vergangene Woche veröffentlicht.

Zwischen Juli und September machte der starke Euro Europas größter Fluggesellschaft zu schaffen. Gebremst von den Wechselkursen erreichte der Umsatz mit 8,3 Milliarden Euro nur knapp das Niveau aus dem Sommer 2012. Der operative Gewinn sank um zwölf Prozent auf 589 Millionen Euro, nachdem der Umbau der Tochter Austrian Airlines ein Jahr zuvor für einen Sondererlös gesorgt hatte. Der Überschuss ging nun sogar um 30 Prozent auf 451 Millionen Euro zurück.

Lufthansa Cargo flog unterdessen mit 18 Millionen Euro in die roten Zahlen, nachdem die Gesellschaft ein Jahr zuvor noch 19 Millionen Euro Gewinn erzielt hatte. Für 2013 erwartet das Management jetzt nur noch einen operativen Gewinn im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich und damit weniger als im Vorjahr. Das Passagiergeschäft steigerte sein operatives Ergebnis hingegen um knapp 4 Prozent auf 561 Millionen Euro.

Für 2013 erwartet der Lufthansa-Konzern einen operativen Gewinn zwischen 600 und 700 Millionen Euro, wie er bereits vergangene Woche angekündigt hatte. Auch das jahrelange Sorgenkind Austrian Airlines soll erstmals seit der Übernahme regulär schwarze Zahlen abwerfen, nachdem es 2012 von der Überführung des Fluggeschäfts auf die billigere Tochter Tyrolean profitiert hatte.

Bei der Kernmarke Lufthansa macht sich im Zuge des Sparprogramms 'Score' die Verlagerung von Teilen der Europa-Flüge auf die Billigtochter Germanwings bemerkbar. 'Score schreitet schneller voran als gedacht, und das führt auch zu höheren Einmalkosten', sagte Konzernchef Franz in einer Telefonkonferenz. In diesem Jahr sollen sie sich auf 200 Millionen Euro summieren. Dabei geht es vor allem um Abfindungen im Zuge der Stellenstreichungen.

Unterdessen dürften dem Unternehmen geringere Ausgaben für Kerosin zugute kommen: Die Treibstoffkosten sollen in diesem Jahr statt der zuletzt erwarteten 7,2 Milliarden nur 7,1 Milliarden Euro erreichen./stw/mmb/kja

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