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ROUNDUP/Studie: Baukosten für Windparks könnten um 30 Prozent gesenkt werden

ROSTOCK (dpa-AFX) - In den kommenden zehn Jahren könnten die Kosten für den Bau von Windparks einer Studie zufolge um mindestens 30 Prozent gesenkt werden. Dies geht aus der Prognos-Studie 'Kostensenkungspotenziale der Offshore-Windenergie in Deutschland' für die Stiftung Offshore-Windenergie hervor. In einem idealen Zustand, beim Zusammentreffen von guten politischen Vorgaben und der Umsetzung technischer Innovationen, könnten es sogar knapp 40 Prozent sein, wie der Vorsitzende des Windenergie-Netzwerks Mecklenburg-Vorpommern, Andree Iffländer, am Montag in Rostock der Nachrichtenagentur dpa sagte. 'Dabei sind aber Beiträge aller Akteure nötig.' Derzeit hinke Deutschland seinem selbstgesteckten Zeitplan hinterher.

Der Ausbau der Offshore-Windenergie ist ein Kernstück der Energiewende. Das Ziel von 10 Gigawatt installierter Leistung bis 2020 ist nach Expertenmeinung aber nicht mehr zu schaffen.

Entscheidender Faktor seien stabile Rahmenbedingungen im politischen und gesetzlichen Umfeld, sagte Iffländer. 'Diese Forderung ist vor dem Hintergrund der Novellierung des Erneuerbare- Energien-Gesetzes und der Diskussion um eine Strompreisbremse aktueller denn je', betonte er. Diese Rahmenbedingungen seien derzeit kaum gegeben, was wiederum einen Teil der in die Höhe getriebenen Kosten für die Milliarden-Investitionen erkläre.

Es müssten verbindliche Standards für Windkraftanlagen und Netzanschlüsse definiert werden, alleine dadurch könnten die Kosten in wesentlichem Umfang verringert werden. Gleichzeitig müssten die Genehmigungs- und Zertifizierungskriterien stark vereinfacht werden. 'Wir sehen, dass es immer neue Auflagen gibt und die Standards immer weiter verschärft werden', kritisierte Iffländer.

Wenn die Rahmenbedingungen nicht konstant sind, entstünden Risiken, die bei Banken zu hohen Aufschlägen und damit zu einer erheblichen Kostensteigerung führten. Geldgeber müssten bei diesen weit in die Zukunft reichenden Investitionen früh wissen, ob und wann sich das Projekt refinanzieren lässt. Iffländer: 'Wenn sie zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht wissen, welche Einspeisevergütung sie haben werden, werden sie ihr Geld nicht investieren.'/mgl/DP/stb

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