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ROUNDUP: Studie: Dax-Konzerne im zweiten Quartal weniger profitabel

dpa-AFX

STUTTGART (dpa-AFX) - Trotz eines neuen Umsatzrekords haben die deutschen Großkonzerne im zweiten Quartal bei den Gewinnen deutliche Abstriche machen müssen. Hintergrund waren auch Preisnachlässe im schwachen europäischen Markt. Bereinigt um den Verkauf der EADS -Anteile, der den Gewinn des Autoherstellers Daimler einmalig nach oben schraubte, ging der operative Gewinn (Ebit) der 30 im Dax notierten Unternehmen um vier Prozent zurück, wie die Unternehmensberatung Ernst & Young in einer am Mittwoch in Stuttgart veröffentlichten Studie feststellte.

Der Gesamtumsatz stieg leicht um zwei Prozent auf 308 Milliarden Euro und erreichte damit einen neuen Rekordwert. Mit RWE und ThyssenKrupp haben am Mittwoch die letzten beiden Dax-Konzerne ihre Quartalsberichte vorgelegt.

'Im Europa-Geschäft sind derzeit kaum noch Wachstumsraten zu erzielen, wichtige europäische Märkte stecken immer noch in der Rezession', sagte Ernst-&-Young-Partner Thomas Harms. Die Umsätze der Dax-Konzerne in Europa sanken um 0,5 Prozent. 'Um trotz schwacher Nachfrage den Absatz anzukurbeln, setzen viele Unternehmen auf Preissenkungen - was allerdings die Profitabilität senkt und letztlich sogar an die Substanz gehen kann', so Harms.

Nach wie vor erwirtschaften die Dax-Konzerne fast die Hälfte ihrer Umsätze in Europa. Der Anteil sank nur leicht von 51 auf 49 Prozent. Der nordamerikanische Markt gewann unterdessen an Bedeutung, der Umsatzbeitrag stieg von 21 auf 22 Prozent. Angeheizt werde der Aufschwung vom Fracking-Boom, sagte Harms. 'Energie und dadurch niedrigere Preise - davon profitieren insbesondere energieintensive Unternehmen aus der Industrie.'

Die Abkühlung in China schlägt dagegen auch auf andere asiatische Märkte durch. In der Region Asien Pazifik ging der Umsatz um zwei Prozent zurück.

Trotz massiver Sparbemühungen bei den meisten Dax-Unternehmen steigen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E). 'Die Strategie der Konzerne lautet: Schlank und flexibel durch die Krise - aber nicht an Zukunftsinvestitionen sparen', sagte Harms. Insgesamt stiegen die F&E-Aufwendungen um 5 Prozent auf gut 9 Milliarden Euro./ang/DP/she

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