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ROUNDUP: Volkswagen dementiert Umbau der Führungsspitze

DÜSSELDORF/WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der Autobauer Volkswagen (VW) hat einen Medienbericht über eine Personalrochade an den Spitzen von Aufsichtsrat und Vorstand dementiert. 'Mit Nachdruck' wies VW-Kommunikationschef Stephan Grühsem am Freitag einen Bericht des 'Handelsblatt' zurück, wonach VW-Patriarch und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch aus gesundheitlichen Gründen bald die Führung des Kontrollgremiums an Vorstandschef Martin Winterkorn abgeben wolle. Die Zeitung hatte weiter berichtet, dass dann Finanzvorstand Hans-Dieter Pötsch für eine Übergangszeit an die Konzernspitze wechseln solle. Das Blatt beruft sich dabei auf Konzernkreise und Piech-Vertraute.

Winterkorns Vertrag als Vorstandsvorsitzender bei Deutschlands größtem Industriekonzern läuft noch bis Ende 2016. Der gebürtige Schwabe ist 66 Jahre alt, Piëch ist zehn Jahre älter.

Erst am Montag hatte die Zeitung einen ähnlichen Bericht über einen Führungsumbau bei Volkswagen veröffentlicht. Hintergrund der mutmaßlichen Personalspiele soll demnach die angeschlagene Gesundheit Piechs sein. Dieser wolle deshalb die Führung des Kontrollgremiums an seinen engsten Vertrauten Winterkorn abgeben, wie das Blatt nun aus Konzernkreisen erfahren haben will.

Teil der möglichen Personalrochade ist auch Audi-Chef Rupert Stadler. Dieser soll laut dem Zeitungsbericht von Ingolstadt nach Wolfsburg wechseln und sich dort dann um die Finanzen von Volkswagen kümmern.

Piech gilt als Machtzentrum des Konzerns, den er selber als Vorstandschef von 1993 bis 2002 leitete. Er entstammt der Porsche-Familie, die über die Porsche-Muttergesellschaft mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Aktien an der Volkswagen AG hält.

Ein direkter Wechsel von Winterkorn an die Aufsichtsratsspitze wäre rein rechtlich möglich, falls ein entsprechender Vorschlag die Rückendeckung von mehr als einem Viertel der Aktionärsstimmen hätte. Die nächste VW-Aufsichtsratssitzung findet Ende September statt./fbr/stb

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