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Ruhe vor dem Sturm

Nach den Rekorden der letzten Woche startete der DAX mit einem leichten Minus von 37 Zählern bei 8.828 Punkten in den Handel. Gewinnmitnahmen schienen den Index zu erfassen, doch schon in der ersten Handelsstunde kämpfte er sich nach oben zurück und markierte mit einem Run von 40 Zählern sogar bei 8.867 Punkten ein neues Verlaufshoch. Seit dem Mittag tendieren die Notierungen um 8.850 Punkte seitwärts. Die Ruhe vor dem Sturm?

Nach dem Aufschub im US-Haushaltsstreit richtet sich der Fokus auf die vor kurzem gestartete, neue Quartalszahlen-Saison. In Deutschland legte der Softwarehersteller SAP heute sein neues Zwischenergebnis vor und führt mit einem satten Plus von mehr als sechs Prozent die heutige Hitparade der deutschen Standardwerte an. Solide Zahlen in einem schwierigen Umfeld überzeugten die Anleger, sie langten beherzt bei den Anteilsscheinen der Walldorfer zu. In der aktuellen Runde der Ergebnis-Präsentationen folgenden in dieser Woche mit Daimler am Donnerstag und BASF am Freitag noch zwei weitere Schwergewichte des deutschen Leitindex. Für die nächste Runde in Washington stehen zwei neue Termine im Kalender. Die gefundene Zwischenlösung bringt Zeit bis 15. Januar, bis dorthin gilt der Übergangshaushalt. Ansonsten wird die erneut angehobene Schuldengrenze am 7. Februar erreicht.

Zumindest wurde ein Belastungsfaktor vorübergehend aus dem Fenster genommen. Doch um neue Allzeithochs zu generieren, braucht es neue Gesichter. Käufer wurden heute aber bislang nicht in großer Schar gesichtet, jedoch nutzten heute Morgen einige Akteure die günstige Gelegenheit zum Eindecken mit neuen Positionen. So scheint die Mehrheit nicht willens zu sein, sich den zuletzt gewonnenen Boden schon zum Wochenstart unter den Füßen entziehen zu lassen. Nach den Hochs der Vorwoche und dem Hieven des Index am Vormittag zurück auf sein bisheriges Niveau scheint das Ausruhen verständlich. Irgendwann werden auch die stärksten Bullen müde. Ob sie ganz schlapp machen oder neue Kräfte sammeln, wird im letzten Oktoberdrittel auch von den auf sie niederprasselnden Zahlenreihen abhängen.

Weiterhin nur rund ein Prozent notiert der deutsche Leitindex der unterhalb seines langfristigen Kursziels bei 8.955 Punkten. Festgelegt wird es durch die Oberseite des seit März 2009 gültigen Trendkanals. Markttechnisch bleibt die Indikatoren-Lage weiterhin überkauft. Wir bleiben bei unserem Anraten, aktuell weder Zukauf noch Einstieg zu planen. Der derzeitige Fokus bleibt auf einer Sicherung des Erreichten. Zugleich loten wir die Möglichkeiten aus, die uns die Short-Seite in den nächsten Tagen bieten könnte. So könnte eine Gelegenheit entstehen, wenn ein Schlusskurs unterhalb von 8.675 Zählern erreicht wird. Eine anfangs kleine Short-Position kann dann mit einem Stoppkurs bei 8.780 Punkten aufgebaut werden.

DAX (Tageschart in Punkten):
Widerstände: 8.865 / 8.955 / 9.290
Unterstützungen: 8.770 / 8.690 / 8.676 / 8.605 / 8.558 / 8.526 / 8.457 / 8.415 / 8.235 / 8.215 / 8.107

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