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Russische Wirtschaft bricht ein

OnVista

Der Ölpreisabsturz lässt Russlands Bruttoinlandsprodukt sinken. Die Wirtschaft leidet zudem unter Rubel-Verfall und den westlichen Sanktionen.

Russische Wirtschaft bricht ein

Russlands Wirtschaft hat im vergangenen Jahr einen Einbruch erlitten. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes ist das Bruttoinlandsprodukt in 2015 um 3,7 Prozent geschrumpft. Zudem sanken die Einzelhandelsumsätze um zehn Prozent und die Investitionen in Fahrzeuge, Maschinen und andere Anlagen um 8,4 Prozent. Die Behörde wies zudem für Dezember eine Arbeitslosenrate von 5,8 Prozent aus.

Dem stark von Öl- und Gasexporten abhängigen Land macht der Ölpreisverfall schwer zu schaffen, der Mitte 2014 begonnen hatte. Der Ölpreis ist seitdem um mehr als 70 Prozent eingebrochen. Im Sog der sinkenden Ölpreise haben nicht nur Energiekonzerne Gewinneinbrüche verbucht und umfassende Stellenstreichungen sowie Investitionskürzungen angekündigt. Zahlreiche ölexportierende Länder wie Russland haben zudem Schwierigkeiten, ihren Staatshaushalt zu finanzieren.

Deutlicher Wertverlust der Währung

Die fallenden Ölpreise haben zudem den Rubel stark in Mitleidenschaft gezogen. An der Moskauer Börse war ein US-Dollar am vergangenen Donnerstag zeitweise über die Marke von 85 Rubel gesprungen. Das war der tiefste Wert seit der Währungsumstellung 1998. Auch der Wechselkurs zum Euro fiel deutlich: Mit bis zu 92,56 Rubel für einen Euro sank er auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2014. Der Kreml versuchte, Befürchtungen vor einem weiteren Verfall der russuchen Währung zu dämpfen. “Der Kurs ändert sich tatsächlich, aber das ist bei weitem kein Absturz”, sagte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow.

Neben Ölpreis-Verfall und Rubel-Verlust leidet die russische Wirtschaft zudem unter den Sanktionen, die westliche Staaten als Reaktion auf die Krim-Annexion verhängt haben. Im Dezember erst hatten die Europäische Union die Wirtschaftssanktionen um weitere sechs Monate bis Ende Juli verlängert. Die Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen russische Banken, den Im- und Export von Rüstungsgütern sowie die wichtige russische Öl- und Gasindustrie.

OnVista/dpa-AFX/Reuters
Foto: karnaval2018/shutterstock.com

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29.07.2016, 17:51, Wiener Börse

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