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Russland steuert auf Crash zu

OnVista

Russland steckt in einer tiefen Krise. Der Wirtschaft droht im kommenden Jahr ein Einbruch, die Inflation steigt und der Rubel befindet sich im freien Fall. Die Notenbank scheint machtlos.

Russland steuert auf Crash zu

Die Lage der russischen Wirtschaft nimmt immer dramatischere Züge. Der fallende Ölpreis und die westlichen Sanktionen drücken das Land immer tiefer in die Krise. Im kommenden Jahr droht Russland ein massiver Einbruch der wirtschaftlichen Leistung. Zugleich befindet sich der Rubel im freien Fall. Die Notenbank steht dem Währungsverfall nahezu machtlos gegenüber.

In der Nacht zum Dienstag hatte die Notenbank versucht, sich mit einem überraschenden Schritt gegen den Rubelverfall und die hohe Inflation im Land zu stemmen. Sie erhöhte ihren Leitzins um 6,5 Punkte auf 17 Prozent, um die Attraktivität der heimischen Währung zu steigern.

Der riesige Zinsschritt verpuffte jedoch: Zwar sprang der Rubel zum amerikanischen Dollar am Dienstagmorgen zunächst um neun Prozent nach oben. Die Gewinne schmolzen aber schnell dahin. Am Vormittag klettere der Dollar gegenüber dem Rubel sogar auf ein neues Rekordhoch zu. Auch zum Euro konnte der Rubel zunächst stark zulegen, die Gewinne verschwanden aber rasch wieder.

Wirtschaft vor massivem Einbruch

Für die ohnehin angeschlagene Konjunktur Russlands ist der Zinssprung zugleich ein herber Schlag. Weil höhere Zinsen den privaten Verbrauch und die Investitionen der Unternehmen zusätzlich belasten, droht sich die Wirtschaftskrise zu verschärfen. Bereits vor dem jüngsten Zinssprung hatte die Notenbank erwartet, dass die russische Wirtschaft im kommenden Jahr deutlich schrumpfen wird.

Sollte sich der Erdölpreis bei 60 Dollar einpendeln, werde die Wirtschaftsleistung Russlands wahrscheinlich um rund 4,5 Prozent zurückgehen, hatte die Zentralbank am Montag erklärt. Die Inflation dürfte demnach Anfang kommenden Jahres mit 11,5 Prozent ihren Höhepunkt erreichen. Der Kapitalabfluss werde 2015 rund 120 Milliarden Dollar erreichen und 2016 auf 75 Milliarden Dollar sowie 2017 auf 55 Milliarden Dollar zurückgehen.

OnVista/dpa-AFX/Reuters
Foto: KIRSANOV YURY/shutterstock.com

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19.12.2014, 23:09, Deutsche Bank Indikation

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