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SAP-Aktie rüstet sich für Mega-Ausbruch – Deutsche Bank skeptisch

DER AKTIONÄR

Die Aktie von SAP hat sich seit ihrer Korrektur zur Jahresmitte wieder deutlich erholen können und befindet sich mittlerweile nur noch knapp unter ihrem Anfang Januar bei 63,30 Euro markierten Jahreshoch. Gelingt der Sprung darüber, wäre ein schneller Angriff auf das bisherige Allzeithoch bei 71,25 Euro sehr wahrscheinlich. Ein Ausbruch darüber würde den Weg nach oben komplett öffnen. Und SAP firmiert sich bestens dafür.

Der Softwarekonzern will sich im Geschäft mit Abo-Modellen noch stärker auf die Industrie konzentrieren. Das sogenannte "Internet der Dinge" habe das größte Wachstumspotenzial in dem Bereich, sagte Technikvorstand Bernd Leukert am Montag in Walldorf. Dahinter verbirgt sich die Entwicklung, dass immer mehr Maschinen wie zum Beispiel Autos oder Hausgeräte mit dem Internet verbunden sind. Aber auch die Industrie will sich die Möglichkeit der vernetzten Gegenstände zunutze machen. will die passende Software liefern, damit die Firmen die Abläufe dahinter managen können - und die soll künftig auch in der sogenannten Cloud laufen. Das heißt, die Programme werden nicht als Lizenz verkauft, sondern zur Miete angeboten. Außerdem haben die Kunden die Möglichkeit Software auf Server von SAP auszulagern und so eigene Rechenzentren zu sparen.

Der Softwarekonzern macht bislang noch den kleineren Teil seiner Umsätze mit Cloud-Software. In diesem Jahr plant SAP mit gut einer Milliarde Euro Umsatz, bei zuletzt rund 17 Milliarden Euro Jahresumsatz. Bis 2017 sollen es drei bis dreieinhalb Milliarden Euro aus dem noch jungen Erlösmodell sein. SAP werde in den kommenden Jahren im Cloud-Geschäft zweistellig wachsen, während er im klassischen Geschäft mit Softwarelizenzen nur mit einem einstelligen Plus rechne, sagte Leukert. Bis Ende des Jahrzehnts werde SAP aber mehr Umsätze aus neuen Cloud-Verträgen generieren als aus neuen klassischen Softwarelizenzen, ergänzte Finanzchef Luka Mucic. Die Mietangebote werfen vor allem zu Beginn der Verträge weniger ab. Mucic rechnet damit, dass die Verträge erst nach vier Jahren so viel Umsatz bringen wie klassische Softwarelizenzen, an deren Wartung SAP immer noch gut verdient.

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24.10.2014, 22:25, Tradegate

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