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Schweizer Börse setzt Erholung fort - Nestle bremst

Reuters

Zürich (Reuters) - Mit dem Rückenwind positiver Vorgaben aus den USA und Fernost hat die Schweizer Börse am Freitag den Erholungstrend der vergangenen Tage fortgesetzt.

Die Spekulationen auf neue Geldspritzen ermunterten die Anleger zu Käufen, hieß es. Dass einige Firmenergebnisse die Erwartungen der Analysten nicht oder nur zum Teil erfüllen konnten, tue der guten Stimmung kaum Abbruch, sagte ein Händler. Es fehlten einfach Alternativen zu Aktien. Gebremst wurde der Kursanstieg von den schwergewichtigen Nestle-Aktien. Der Lebensmittelkonzern hatte überraschend die Wachstumsprognose gesenkt.

Der SMI notierte am frühen Nachmittag mit 8708 Punkten um 0,6 Prozent höher. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,9 Prozent gestiegen.

Spekulationen auf eine Verschiebung der US-Zinswende und auf frische Geldspritzen der Europäischen Zentralbank und der Bank von Japan stimmten die Anleger zuversichtlich. Die Mehrheit der Standardwerte notierte fester.

Die Nestle-Aktien verloren 2,2 Prozent. Der Weltmarktführer hat mit dem Neunmonats-Umsatz die Markterwartungen klar verfehlt. Schlimmer sei, dass Nestle die Prognose für das organische Wachstum für das laufende Jahr gesenkt hat, hieß es im Markt. Neu werden 2015 noch plus 4,5 Prozent statt bislang rund fünf Prozent erwartet. Am Mittelfristziel von fünf bis sechs Prozent organischem Wachstum hält der Konzern fest. "Die Erwartungen waren klar höher", sagte ein Händler. Dass Nestle das Ziel senke, sei völlig überraschend.

Das Minus der schwergewichtigen Nestle-Aktien von rund 45 Punkten im Leitindex konnte mit den Gewinnen anderer Schwergewichte mehr als wettgemacht werden.

Die ebenfalls schwergewichtigen Pharmawerte Roche und Novartis, die zusammen mit Nestle gut 60 Prozent der Marktkapitalisierung ausmachen, stiegen um 2,1 Prozent und 1,7 Prozent. Die Anteile der Großbanken UBS und Credit Suisse legten rund 2,5 Prozent zu. Die Finanzwerte profitierten von den guten Vorgaben der US-Mitbewerber, die nach dem besser als erwarteten Quartalsbericht der Citigroup gefragt waren. Die Assekuranztitel rückten um ein Prozent vor.

Unter den mehrheitlich zu höheren Kursen gehandelten Aktien zyklischer Firmen fielen die Papiere der beiden Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch mit Kursabschlägen auf. Händler sagten, nach Burberry habe auch der Modehersteller Hugo Boss mit einer Prognosesenkung die Anleger enttäuscht. Wegen der getrübten Aussichten der Branche machten die Anleger zunehmend einen Bogen um die Branche.

Die Aktien von Syngenta setzten die Erholung fort und stiegen 0,7 Prozent. Der Kurs war am Vortag nach einem schwachen Quartalsbericht unter Druck geraten, hatte sich dann aber zum Schluss wieder erholt. Deckungskäufe und die Aussicht auf einen Aktienrückkauf sorgten für die Trendwende. Der Pflanzenschutz- und Düngemittelhersteller will ab heute Aktien von über zwei Milliarden Dollar über eine zweite Linie an der Börse zurückkaufen.

Tiefere Kurse verbuchten die Papiere von Schaffner. Der Autozulieferer hat nach einem Umsatzrückgang seine Rentabilitätsziele reduziert. Sie sanken um 1,4 Prozent.

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