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Siemens vor dem Befreiungsschlag?

Noch Ende Juni sah es so aus, als wäre die Vollendung einer großen Toppbildung nicht mehr abzuwenden. Zu Wochenbeginn vermochte der Börsenstart der Tochter Osram nicht zu beflügeln. Aber jetzt könnten die salbungsvollen Worte von Ben Bernanke dazu führen, dass Siemens einer Trendwende nach unten wieder einmal von der Schippe springt.

Dieser hatte in einer Rede, die er nach dem US-Handelsende des Mittwochs hielt, seine Aussagen im Zuge der Pressekonferenz nach der US-Notenbanksitzung des 19. Juli fast auf den Kopf gestellt. Dort hatten die Börsen fast panisch auf die Andeutung reagiert, dass mit einem Ende des "quantitative easing" schon in diesem Jahr zu rechnen wäre. Jetzt jedoch hob er hervor, dass das wirtschaftliche Umfeld keineswegs bereits die Basis für derartige Maßnahmen hergeben würde und nicht einmal das Erreichen einer Arbeitslosenrate von 6,5 Prozent zwingend für die Einstellung der Anleihekäufe sei. Manna für die Bullen!

Siemens war, nachdem die Auffangzone und zugleich Nackenlinie der potenziellen Trendwendeformation im Bereich 75,67/76,35 Euro Ende Juni gehalten hatte, zu Monatsbeginn bis an die 200-Tage-Linie herangelaufen, drehte dort aber erneut nach unten ab. Jetzt jedoch ist die Aktie schon wieder da, nachdem der kurz unterbotene 20-Tage-Durchschnitt zu Wochenbeginn zurückerobert wurde und dadurch nun ein ganz kurzfristiger, kleiner Aufwärtstrend entstanden ist. Mit Blick auf das noch junge Kaufsignal des MACD und den allgemeinen Schwung, den die Bernanke-Aussagen am Aktienmarkt hervorrufen, hat die Aktie jetzt womöglich die "zweite Luft" und damit die Chance, mit einem Sprung über die momentan bei 80,25 Euro verlaufende 200-Tage-Linie und die bei 81,39 Euro notierende April-Abwärtstrendlinie den Ausbruch nach oben zu schaffen.

Gelingt dieser Befreiungsschlag mit Schlusskursen über 81,50 Euro hinreichend deutlich, wäre der umgehende Einstieg auf der Long-Seite möglich, der mit einem Stoppkurs auf Schlusskursbasis um 78,50 Euro, knapp unter der (dann ja bereits höher liegenden) kurzfristigen Aufwärtstrendlinie abgesichert werden sollte. Aber solange diese entscheidenden Widerstände noch nicht genommen sind, sollte man ein mögliches, bearishes Szenario nicht völlig außer Acht lassen. Weiterhin würden Schlusskurse unter 75,67 Euro die Vollendung einer großen Schulter-Kopf-Schulter-Formation bedeuten und damit den Einstieg in Short-Positionen favorisieren.

Aktie (Tageschart in Euro):

Widerstände:80,25 / 81,39 / 84,23 / 88,40   Unterstützungen:78,40 / 77,60 / 76,35 / 76,02 / 75,67 / 70,50 / 64,40 / 62,13

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